Integration

Miteinander und gemeinsam

DIE GRÜNEN stimmen der Definition von Integration zu, wie sie im Niedersächsischen Integrationsplan von 2002 festgelegt sind.

Zuletzt am 24. 11. 2010 haben DIE GRÜNEN erreicht, dass die Stadtverwaltung umfassend zum Stand der Integration in Garbsen berichtet hat. (......) Diese Aussagen sind die Grundlage für die Ziele und Inhalte Grüner Integrationspolitik in Garbsen.

In Garbsen leben rund 13 000 (21,1%) Menschen, deren Wurzeln im Ausland liegen. Sie sind keine in sich geschlossene Gruppe, sondern unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht. Zu ihnen gehören etwa die EU Angehörigen, die Eingebürgerten, 96 verschiedene Nationalitäten, verschiedenste Religionen, Asylsuchende, Geduldete, Aussiedler....Viele wohnen hier schon in der dritten Generation. Die Unterschiede und die Konfliktpotentiale zwischen ihnen sind oft größer als die zur einheimischen Bevölkerung. Unterschiedlich wie ihre Herkunft, ihre Religion, ihre Bildung und Ausbildung, ihr Alter, ihr Geschlecht, ihre soziale Lage ist auch der Grad ihrer Integration. In Garbsen tragen viele Menschen ausländischer Herkunft sehr verantwortungsvoll zur wirtschaftlichen Entwicklung, zum kulturellen Leben und zur gesellschaftlichen Stabilität bei. Ihre Verdienste sollten noch mehr gewürdigt werden, indem sie gebeten werden, in Gesellschaft und Politik mitzuarbeiten.

Ein Teil der Zugewanderten ist aber in der deutschen Gesellschaft noch nicht angekommen. In Garbsen wird dies erkennbar in religiöser und kultureller Abschottung, am zu hohen Anteil an Schulversagern, an Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern. Sie leben zum größten Teil in Quartieren, die sich zu sozialen Brennpunkten entwickelt haben (Auf der Horst, Kronsberg). Diese sozialen Probleme betreffen in diesen Gebieten aber auch viele einheimische Bewohner. Für die kommunale Integrationspolitik bedeutet dies:

INTEGRATION DARF SICH NICHT LÄNGER NUR AUF DIE AUSLÄNDISCHE HERKUNFT BEZIEHEN, SONDERN ZUNEHMEND AUF DIE SOZIALE LAGE. IHR ZIEL MUSS ES VORRANGIG SEIN, MEHR WIRTSCHAFTLICHE, GESELLSCHAFTLICHE UND KULTURELLE TEILHABE DER SOZIAL BENACHTEILIGTEN UNABHÄNGIG VON IHRER HERKUNFT ZU ERMÖGLICHEN. DABEI MUSS DIE VERANTWORTUNG JEDES EINZELNEN UND SEINER FAMILIE EINGEFORDERT WERDEN.

DIE GRÜNEN haben erfolgreich mitgewirkt:

  • an dem Modell. Kitas zu Familienzentren auszubauen, in denen besonders ausländische Eltern zur Mitarbeit aufgefordert sind;
  • die Vernetzung aller an der Integration beteiligten Institutionen und Personen voran zu treiben;
  • die Arbeit des Integrationsbeirats zu stützen und seine Reform in Gang zu setzen;
  • die Lage der geduldeten Familien zu verbessern (Auflösung des Flüchtlingsheims);
  • Verdienste um die Integration besonders anzuerkennen ( Ehrung)

DIE GRÜNEN arbeiten konkret daran:

  • mehr niedrig schwellige, dezentrale Angebote ( Deutsch lernen, soziale Beratung, kulturelle Betätigung) bereit zu stellen und zu unterstützen ( Neuland, Soziale Stadt);
  • die organisatorische ( keine Urwahl mehr, sondern Benennung und Berufung der ordentlichen Mitglieder) und inhaltliche ( Erstellung eines lokalen Integrationsplans und dessen jährliche Überprüfung) Reform des Integrationsbeirats aktiv zu befördern;
  • dass Rat und Verwaltung Integrationspolitik als ein spezifisches Produkt im Sinne der Dopik verankern und eine Stabsstelle für Integration einrichten;
  • alle Bildungs- und Ausbildungsstellen noch besser für die Aufgaben der Integration auszustatten und zu vernetzen;
  • die neu Eingebürgerten im würdigen Rahmen in Garbsen willkommen heißen

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