Kinder- und familienfreundliches Garbsen

Mehr Gehör für die Kleinen

Kinder brauchen eine Lobby, damit der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz nicht nur rechnerisch erfüllt wird und qualitativ unzureichende Plätze voll angerechnet werden. Wir meinen, vier Stunden sind kein "Halbtagsplatz" und Elterninitiativen, wie Spielkreise und Krabbelgruppen, müssen weiterhin unterstützt werden. Bei uns werden zunehmend Krippenplätze zur Verfügung gestellt, die aber bei weitem nicht ausreichen. Auf Initiative der Grünen und der SPD wurde ein runder Tisch eingerichtet, an dem alle mit Kindererziehung beschäftigten Gruppen und Verbände teilgenommen haben. Herausgekommen ist die Initiative, Eltern von Neugeborenen mit einer Willkommensmappe zu begrüßen, die durch die Hebammen überreicht wird. Unter den Rubriken Beratung und Information / Das liebe Geld / Gesund groß werden / Kinderbetreuung / Freizeit / Elternbrief befinden sich thematisch zugeordnet wichtige und hilfreiche Broschüren und Tipps für die ersten Lebensjahre. So sind die wichtigen Behördengänge nach der Geburt, Informationen zum Kindergeld und Kindergeldzuschlag genauso enthalten wie der Zahnpass.

unser Ziel: Punktgenaue Betreuungsmöglichkeiten

Eltern haben den Wunsch nach flexiblen Betreuungsangeboten. Idealvorstellung vieler Mütter, so die Aussage des „Verbandes berufstätiger Mütter“, sei ein Wiedereinstieg in den Job mit ca. 15 Stunden, später dann ein Aufstocken auf 30 Stunden. Dafür braucht man flexible Plätze. Dass diese Idealvorstellung der Eltern keine Utopie bleiben muss, belegen viele Beispiele aus Bayern und NRW. Wie könnten diese flexiblen Betreuungszeiten nicht nur in den Kinderkrippen sondern auch in den Kindergärten aussehen? Die Idee ist so einfach wie nahe liegend: Die Eltern bestimmen selbst, wann und wie lange sie ihr Kind in einer Krippe oder Kita betreuen lassen möchten. Könnten alle Eltern so entscheiden, hätten mehr Kinder unter drei Jahren einen Krippenplatz. Denn längst nicht alle Eltern brauchen für ihr Kind einen Ganztagsplatz an fünf Tagen in der Woche. Mehr Arbeit für die Erzieher, mehr Flexibilität für die Eltern. Nach Aussagen der Erzieher, die nach einem solchen Modell arbeiten, ist eine Planung aufwändig. Mittlerweile hilft ein Computerprogramm bei der Wochenplanung und nach längerer Erfahrung stellt sich Routine ein. Selbstverständlich ist, dass es feste Bring- und Abholzeiten und feste Bezugspersonen gibt. Ein wesentlicher Aspekt bei flexiblen Betreuungszeiten sind die Kosten. Es ist anderen Eltern gegenüber unfair, wenn Eltern für fünf Tage die Woche die Betreuung buchen und bezahlen müssen, obwohl sie nur eine Vollzeitbetreuung für 3 Tage brauchen. Es ist nicht fair von Seiten der Einrichtungen, wenn sie sagen, sie müssen das Kind an fünf Tagen abgeben, auch wenn sie nur an drei Tagen arbeiten. Es kann der Sinn nicht sein, Eltern vor die Wahl zu stellen: Wenn man mit einem Kleinkind arbeiten will, dann bitte jeden Tag! Und wenn das Arbeitszeitmodell mit dem Betreuungsmodell nicht kompatibel ist, dann muss eben eine Tagesmutter her. Oft stellt sich dann die Frage, ob von dem Verdienst überhaupt noch etwas übrig bleibt, denn es gibt viele schlecht bezahlte Teilzeitjobs. Wir brauchen Kinder, darum darf es Eltern nicht so schwer gemacht werden, Kinderbetreuungsmöglichkeiten ihrer Wahl zu finden? Die Grünen werden sich für flexible Betreuungszeiten einsetzen. Damit Garbsen kinder- und familienfreundlicher wird, reicht es nicht aus, nur eine optimale Kinderbetreuung in Krippen und Kindergärten zu haben. Es muss auch nach der Schule ein optimale Betreuungsformen geben. Als Beispiel können Ganztagsgrundschulen genannt werden oder Hortplätze, die flexible Betreuungszeiten haben. Ziel der Grünen ist es , dass für alle Kinder passende Betreuungseinrichtungen zur Verfügung stehen.

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