Pressemitteilung zur aktuellen Diskussion um die B-3-Umgehung

17.11.2010 - Die Grünen begrüßen, wenn die Sprecherin der Pro-Aktion für die geplante B-3-Umgehung, Silvia Jünke, im öffentlichen Streit um die beste Lösung der Verkehrsprobleme zur Sachlichkeit zurückkehren will - wie in den Leine-Nachrichten angekündigt. Wir Grünen hoffen, dass sie ernsthaft bei sich selbst anfängt!

Aktions-Sprecherin Jünke sollte sich allerdings nicht nur um Sachlichkeit, sondern auch um die Wahrheit bemühen. Wer wie sie behauptet...

...dass auf der B-3 angeblich 32.000 Kfz fahren, obwohl es nur 26.000 Kfz sind,

...dass der Verkehr zunimmt, obwohl er zurückgeht,

...dass 1.200 Personen vor dem Rathaus für die Umgehung in der jetzt geplanten Form demonstriert haben, obwohl neutrale Beobachter nur etwa 500 gezählt haben,

der muss sich Zweifel am Bemühen um Sachlichkeit und Wahrheit gefallen lassen. Es sind gerade diese unnötigen Übertreibungen und Lügen, die die Gegner der überdimensionierten, mitten durch Hemmingen führenden Schnellstraßen-Umgehung immer wieder erneut dazu motivieren, gegen die Gigantomanie dieses zig Millionen Euro verschlingenden Großprojekts aufzubegehren.

In einem hat Frau Jünke allerdings recht: Die Gegner dieser überzogenen Planung haben die Bevölkerung verunsichert. Allerdings auf heilsame Art:

Die Bürger glauben nicht mehr den jahrelangen Parolen vom stetig steigenden Verkehr. Sie glauben nicht der Begründung für das völlig überdimensionierte Bauwerk mit 13 Brücken. Diese Verunsicherung führt dazu, sich mit Tatsachen auseinanderzusetzen und die jetzige Planung der B-3-neu zunehmend infrage zu stellen: Tatsachen wie Rückgang des Verkehrs, Abnahme der Bevölkerung, übermäßige Landverwüstung durch das Großprojekt.

Frau Jünke sollte aufhören, Gegner und Befürworter der Umgehung in extrem gegensätzliche Positionen aufzuteilen Der Großteil der Hemminger hat schon vor 10 Jahren der kleineren Ausbaustufe - zweispurig, ebenerdig - zugestimmt. Somit sollte Frau Jünke zur Befriedung beitragen und sich am schon vorgeschlagenen, zu gründenden "runden Tisch" einfinden. Anstatt eine solche Rückkehr zur Sachlichkeit schroff und gebetsmühlenartig abzulehnen.

Die Briefe an die Minister Ramsauer und Bode übrigens, könnte sie sich sparen. Die GRÜNEN haben schon vor Monaten dafür gesorgt, dass die Ministerien und Ausschüsse in Bund und Land über die wahren Verhältnisse vor Ort informiert wurden. Durch diese Informationen wissen sie, dass die Mehrzahl der Betroffenen gegen das Projekt in der jetzigen Größenordnung sind.

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