Müll und Nordwestradio vor Ort- wir waren dabei

27.06.2006 - In der letzten Woche beschäftigte sich die Nordwest-Radiosendung "unterwegs" mit dem Müllproblem vor unserer Haustür. Vertreter der Grünen und des Umweltschutzvereins aus Isernhagen konnten den Auftritt von Fachkompetenz und Meinungen vor Ort auf dem Gelände der Mülldeponie live verfolgen. Die (Live-)Sendung fand allerdings wegen technischer Schwierigkeiten nicht statt, sondern wurde einige Tage später nachgeholt.

NW-Radio Diskussion

Da die Diskussion sowohl das Müllproblem generell, als auch die beiden umstrittenen Anlagen (MBA und MVA) auf dem Deponiegelände behandelte, ist sie besonders für die Anwohner und die Isernhägener Bevölkerung interessant und kann im Internet als

Hintergrundbericht

abgerufen werden. Zuvor hatte sich die Regionsfraktion der Grünen in einer

Pressemitteilung

zum Zustand der biologischen Müllbehandlungsanlage geäußert. SL

Hintergrundinfo zum Bild:

Teilnehmer(im Bild von links nach rechts):

  • Kornelia Hülter, Geschäftsführerin der aha, Abfallwirtschaft Region Hannover
  • Dr. Erhard Edom, Leiter des Referats Abfallwirtschaft und Altlasten, Umweltministerium Niedersachsen
  • Felicitas Weck, Sprecherin der Bürgerinitiative Hannover gegen die Müllverbrennung
  • Professor Michael Braungart, Experte für Abfallentsorgung an der Universität Lüneburg
  • Dr. Annemarie Schacherer, umweltpolitische Sprecherin der niedersächsischen Regionsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Spitzenkandidatin in unserem Wahlbereich
  • Moderation: Ulli Sarrazin, Nordwestradio (mitte)
  • Hintergrundinfo zum Inhalt:*
  • Müllentsorgung: Verbrennen oder verrotten? Müll darf seit einem Jahr nicht mehr ohne Vorbehandlung auf Deponien gelagert werden. Das ist die Gesetzlage. Doch zurzeit warten mindestens 1,2 Millionen Tonnen Müll in Deutschland in Notzwischenlagern auf ihre dauerhafte Entsorgung. Der Müll muss weg. Nur wohin? In Müllverbrennungsanlagen sagen die einen, in die bakteriell-biologische Behandlung sagen die anderen. Angesichts wachsender Müllberge will der niedersächsische Umweltminister Sander das Deponieverbot für unbehandelten Müll kurzerhand um drei Jahre verschieben. Biologische Restabfallbehandlungsanlage Der kommunale Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover hat sich für beide Varianten entschieden: Verbrennen und Verrotten. 47 Millionen Euro hat er in eine biologische Restabfallbehandlungsanlage investiert. Hier zersetzen Millionen von Bakterien in wochenlanger Kleinarbeit den Abfall. Am Ende soll schadstofffreier Müll herauskommen, der auf den Deponien gelagert werden kann. Noch funktioniert die Anlage in Hannover-Lahe nicht einwandfrei. Kritiker sagen, das Geld sei in den Sand gesetzt. Haben sie Recht?

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