Isernhagener Grüne fordern Ende des Frachtflug-Wahns am Flughafen Hannover-Langenhagen    /   Nachbar-Kommunen sollen sich wehren!

11.12.2009: Die Grünen in Isernhagen und Garbsen fordern die Ratsfraktionen in Neustadt, Seelze, Langenhagen, Wedemark und Wunstorf sowie die Regionsfraktionen auf, sich gegen den geplanten Ausbau des Frachtbereiches am Flughafen Hannover zu wehren und ihre Stadtverwaltungen dazu zu bewegen, eine eindeutige Stellungnahme gegen den Ausbau abzugeben.


Die Zeit läuft, denn bis spätestens 18. Dezember 2009 müssen sich die Anlieger-Kommunen zum geplanten Ausbau des Frachtbereiches am Flughafen Hannover-Langenhagen äußern.

Sollte es dem Flughafen gelingen, für den gigantischen Flugfracht-Komplex Nutzer zu bekommen, dann droht Neustadt, Isernhagen, Garbsen und Wunstorf eine nochmalige Erweiterung der Siedlungsbeschränkung. Im Klartext: Weitere Wohngebiete sind nicht mehr möglich. Außerdem werden die Kommunen noch weiter in ihrer Planungshoheit und Entwicklung eingeschränkt.

Allein Isernhagen ist durch die Autobahnen, die Eisenbahnlinie und den Flughafen bereits bis zur Grenze mit Lärm belastet, sodass weitere Nachtflüge nicht hingenommen werden können. Ergänzend muss zukünftig auch noch mit erheblichen zusätzlichen Lärmbelastungen der geplanten Y-Trasse gerechnet werden!

Die einzige Kommune, die theoretisch von dem Vorhaben profitieren würde, ist Langenhagen. In Anbetracht der eingebrochenen Import- und Exportwerte und der derzeitigen hohen Investitionen ist jedoch in den kommenden Jahren nicht mit einem Gewinn zu rechnen, sodass realistisch keine Gewerbesteuern zu erwarten sind. Attraktive Arbeitsplätze sind ebenfalls nicht zu erwarten, da diese Branche in der Regel nur in geringem Umfang arbeitsintensiv ist.

Die anderen Kommunen können keinerlei Gewinn aus dem Ausbau ziehen und müssen mit weiterer Unbewohnbarkeit als Folge des Lärms und der Abgase rechnen.

Dass Lärm die Ursache für schwerwiegende Herz- und Kreislaufkrankheiten ist, ist seit vielen Jahren unbestritten. Neu ist der Verdacht, dass durch lange Lärmbelastung auch Krebserkrankungen gefördert werden können.

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