Flächennutzungsplan ohne Perspektive

14.03.2005 - Lehrter Grüne kritisieren Vorlage als Stückwerk und fordern sinnvollere Wahl neuer Wohnbaugebiete.

Fraktion und Partei der Lehrter Grünen haben zahlreiche Kritikpunkte am vorgelegten Entwurf für den neuen Flächennutzungsplan. Ronald Schütz, bündnisgrüner Fraktionsvorsitzender im Lehrter Rat, bezeichnet den Entwurf "als Stückwerk ohne Perspektive", ein Zusammenhang zwischen den einzelnen überplanten Gebieten sei kaum zu erkennen.

Da Partei und Fraktion inhaltlich zwar erhebliche Bedenken gegen den vorgelegten Flächennutzungsplan haben aber sehr wohl für die Beteiligung der Lehrter BürgerInnen sind, wird sich die Fraktion beim Beschluss zur öffentlichen Auslegung enthalten.

Im einzelnen bemängeln die Grünen, dass an mehreren Stellen der Siedlungsentwicklung gegen den Grundsatz der ÖPNV-Nähe aus dem regionalem Raumordnungsprogramm verstoßen wird. Besonders eklatant ist dies bei der vorgesehenen weiteren Entwicklung im Lehrter Süden zu sehen. Hier wird insbesondere die Manskestraße mit mehr Verkehr belastet werden. Die künftigen BewohnerInnen werden sich sowohl auf dem Weg zu öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit eigenen Pkw auf lange Wege durch bestehende Wohnbebauung einstellen müssen.

Alternativ dazu ist im Lehrter Westen keine Entwicklung vorgesehen, obwohl hier der Verkehr mit sehr kurzen Strecken sowohl an Durchgangsstraßen als auch an den Bahnhof angebunden wäre.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Hohnhorstsee. Hier fehlt die Perspektive für dieses Gebiet als Naherholungsgebiet. Überhaupt fehlt im gesamten Flächennutzungsplan eine konsequente Entwicklung in Sachen Naherholung, die man ohne Individualverkehr betreiben kann.

Schließlich erregt auch das geplante riesige Gewerbegebiet Immensen die Gemüter der Grünen. Dieses Gewerbegebiet sei unsinnig und überdimensioniert. Auch im Zusammenhang mit dem gescheiterten Ansatz des Güterverkehrszentrums spreche jede Vernunft gegen eine solche Planung.

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