Stadtpark im Ausverkauf!

11.03.2005 - Lehrter Grüne weisen Vorhaben zurück, die Stadtparkerweiterung als Ausgleichsmaßnahme zu verhökern und fordern echte Ausgleichsmaßnahmen.

Mit Hornbach wird der Anfang gemacht, weitere sollen folgen, so ist es aus der Verwaltung zu hören. Anstelle der üblichen und vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen für die Versiegelung neuer Flächen plant die Verwaltung offenbar, die Stadtparkerweiterung als Ausgleichmaßnahmen zu verkaufen und so zu refinanzieren.

Da die Firma Hornbach bei der geplanten Erweiterung Ihrer Gebäude auf dem eigenen Gelände keinen Platz mehr für die vorgeschriebenen Ausgleichsmaßnahmen hat und entsprechendes Gelände erst zusätzlich hätte kaufen müssen, ist (zunächst offenbar von der Firma Hornbach) die Lösung ins Spiel gebracht worden, sich anstelle der Ausgleichsmaßnahmen an der Finanzierung der Stadtparkerweiterung zu beteiligen.

Nach Ansicht der Lehrter Grünen müsse das aber eine einmalige Ausnahme bleiben und dürfe nicht zur Regel gemacht werden. "Die Ökologie bleibt in Lehrte zu oft auf der Strecke" erklärt der grüne Ratsherr Harald Gruhl angesichts der Pläne der Verwaltung und fordert für Fraktion und Partei der Lehrter Grünen echte Ausgleichmaßnahmen. Sonst würde der Sinn von Ausgleichmaßnahmen ins Gegenteil verkehrt.

Ausgleichsmaßnahmen seien vielmehr dazu da nach der Versiegelung einer Fläche eine andere Fläche ökologisch aufzuwerten. Davon könne bei der "Finanzierungshilfe" der Stadtparkerweiterung aber keine Rede sein. Zum einen werde keine zusätzliche Fläche ökologisch aufgewertet, da die Stadtparkerweiterung auch ohne die Versiegelung neuer Flächen gekommen wäre. Zum anderen könne von ökologischer Aufwertung kaum eine Rede sein. Ausgleichsmaßnahmen hätten ganz andere Standards zu erfüllen als es die Stadtparkerweiterung täte.

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