Stein-Schilda - Die Ausweisung des neuen Baugebietes in Lehrte ist ein Schildbürgerstreich

10.03.2005 - Das neue Baugebiet in Steinwedel soll nach Beschluss des Bauausschusses im Norden von Steinwedel entstehen. Das ist ein Schildbürgerstreich, der Steinwedel in die Nähe Schildas rückt. Denn weder aus Sicht Steinwedels noch aus dem Blickwinkel von Lehrte hat die Nordlösung Vorteile, die unter Licht besehen auch standhalten.

Anders dagegen die Südlösung: Ein Baugebiet im Süden Seinwedels verfügt über alle Vorteile, die moderne Stadtplanung fordert: Es liegt nahe an der Schule, an den Sportstätten und am Bahnhof. Und auch Autofahrer haben auf dem Weg zum Job oder zum Einkaufen eine schnelle Autobahnanbindung, ohne durch den Ort fahren zu müssen.

"Jedes dieser Argumente für sich müsste für die Südlösung sprechen, in ihrer Summe sind sie so einleuchtend und überwältigend, dass diese Entscheidung ein krasser Fehlbeschluss ist" kommentierte Larissa Reimann, Vorstandsmitglied der Lehrter Grünen aus Steinwedel. "Durch diesen Schildbürgerstreich wird der Verkehr durch das Herz von Steinwedel noch mal anwachsen und das ist unerträglich" ergänzte sie. Und aus Sicht der Kernstadt böte die Südlösung die Möglichkeit, dass sich die Neubürger in Richtung Lehrte orientieren, anstatt alle Kaufkraft nach Burgdorf zu schicken.

Die Grünen Lehrtes fordern, dass sich Stadt- und Ortsrat nochmals mit der Sache befassen und über die Argumente diskutieren, anstatt sie undurchdacht zur Seite zu wischen. Sonst würde unter anderem auch unschönen Gerüchten Nahrung gegeben, die das Nein zur Südlösung mit einer sonst stattfindenden Verbauung der Südsicht eines ehemaligen Ratsmitgliedes in Verbindung bringen. Und anstatt solcher Politikverdrossenheit Nahrung zu geben, ist die Anerkennung der Fakten der bessere Weg.

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