Die Anti-AKW-Bewegung ist wieder da!
17.11.2008 - Demonstration in Gorleben am 08.11.2008
Auch die Neustädter Grünen stellen sich quer : Über 200 DemonstrantInnen kamen mit vier Grünen Bussen aus der Region Hannover nach Gorleben. Über 15000 AtomkraftgegnerInnen setzten in Gorleben ein starkes Zeichen für das Festhalten am Atomausstieg. Damit reagiert die Anti-AKW-Bewegung auf die immer lauter werdenden Stimmen aus Union, FDP und Atomwirtschaft, die einen Ausstieg aus dem unter der rot-grünen Bundesregierung vereinbarten Atomausstieg erreichen wollen. Bei herrlichstem Herbstwetter mit Sonnenschein und wunderbar gefärbten Blättern an den Bäumen hatte man das Gefühl, man war zu einem Ausflug der Grünen unterwegs.... wenn da nicht an den Häusern und in Lüchow große X an den Häusern prangten, an den Straßen große Puppen lagen oder in den Bäumen hingen und an Straßenecken ab zu kleine Gruppen von Polizisten standen. Im Wendland hatte sich wieder einmal der Anti-Atomkraft Protest gesammelt. Dieses Jahr demonstrierten Grüne aus ganz Deutschland in Gorleben friedlich mit der bäuerlichen Notgemeinschaft, der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, X-Tausendmal quer und weiteren Initiativen. Der Grüne Regionsverband Hannover hatte mit vier Bussen über 200 DemonstrantInnen ins Wendland gebracht. Dort begrüßte uns gut gelaunt und nicht kontaktscheu Claudia Roth, um mit uns zusammen los zu ziehen zum Atommüllager, wo uns einige RednerInnen erwarteten. Ein Meer von grünen Flaggen und Transparenten begleitete uns zusammen mit vielen Menschen, die Aktionen vorbereitet hatten: junge Clowns, die immer wieder, auch provokativ, Kontakt zu den Polizisten aufnahmen, Trommelgruppen, Puppen,die als als Tote an Treckern lagen und in Bäumen hingen. Beeindruckend waren die vielen Bauern mit ihren 4oo Treckern, die Angst um ihre Existenz haben und auf das Emsland verwiesen, wo Dioxin auf den Äckern gefunden worden ist. Und für mich war es auch überraschend, dass sehr viele Jugendliche, meistens OberstufenschülerInnen, sich in der Anti-Atomprotestbewegung engagieren. Ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft. "Gorleben eignet sich nicht als Endlager. Dies zeigt der Skandal in der Asse. Der dortige Salzstock galt als Forschungsendlager für Gorleben. Dort tritt bereits 17 Jahre nach dem Ende der Einlagerung Radioaktivität aus den Salzkammern aus.", erläutert Dieter Albrecht, Vorsitzender des Grünen Regionsverbands. "Wir fordern eine bundesweite ergebnisoffene Suche nach alternativen geologischen Formationen für die Lagerung von hochradioaktivem Atommüll. Vor allem aber müssen wir aufhören, neuen Atommüll zu produzieren und stattdessen eine echte Wende in der Energiepolitik mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung herbeiführen." Dem können sich die Neustädter Grünen nur anschließen und verweisen auf die Website: atomausstieg-selber-machen.de.
Ute Lamla, Ratsfrau in Neustadt.











