Neustadt mit Biogas

09.06.2010 - Leitgedanke zu Biogasanlagen

Das Thema Biogas ist in Neustadt immer noch und immer wieder aktuell. Oft gehen hier die Meinungen auch sehr auseinander, was in der jüngsten Vergangenheit das Beispiel der geplanten Anlage zwischen Luttmersen und Helstorf gezeigt hat. Für die einen ist es eine gute Einahmequelle, die Umwelt wird weitaus weniger belastet als bei konventioneller Energieerzeugung und die Unabhängigkeit von fossilen Energie-trägern wird weiter ausgebaut. Jedoch müssen bei der Planung von Biogasanlagen und bei der Bewertung von Kosten und Nutzen auch die indirekten ökologischen Auswirkungen beachtet werden. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe, in erster Linie Mais, aber auch Raps, hat den Flächenbedarf deutlich erhöht. Seit die bisher stillgelegten Flächen in der EU wieder bestellt werden dürfen, erwarten Fachleute, dass in Deutschland sogar auf einem Viertel aller landwirtschaftlichen Flächen nachwachsende Rohstoffe angebaut werden. Dafür werden Grünland- und sogar Naturschutzflächen umgebrochen mit negativen Folgen für Boden und Gewässer, durch Düngung, Bodenverdichtung und Biozideinsatz. Außerdem steht der Energiepflanzenanbau aufgrund der begrenzten Anbaufläche bei uns und weltweit in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion. Nun muss festgehalten werden, dass bei den sogenannten privilegierten Anlagen bis zu einer Leistung von 500 KW die Politik nur wenig Einfluss hat. Bei gewerblichen Anlagen hingegen mit einer Leistung über 500 KW haben die Gemeinde und somit die verantwortlichen Politiker eine Planungshoheit. Hier kann und darf angesetzt werden, um große Biogasanlagen unter Beachtung aller betroffenen Belange umwelt-, und bürgerfreundlich bauen zu können. Wir Grünen sind der Meinung, dass Biogas eine von mehreren Möglichkeiten ist, Klimaschutz und Energiesicherheit zu verbinden. Wir gehören zu den entschiedenen Befürwortern des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen und Bioenergien. Jede neue Anlage stellt jedoch neue Anforderungen an Investoren, Politik und Anwohner, aktuell ist dies sehr deutlich geworden in der Diskussion um die geplante Biogas-anlage in Luttmersen. Grundsätzlich sind die Grünen in Neustadt bereit auch über den Bau von größeren Biogasanlagen nachzudenken, allgemein macht es Sinn an einem umfassenden Katalog von Kriterien für solche Projekte zu arbeiten um in Zukunft eine Leitlinie zu haben. Wir wollen aber auch betonen das ein solches Vorhaben, wie z. B in Luttmersen nur mit der Akzeptanz der betroffenen Anwohner realisiert werden kann. Aus diesem Grund ist es uns wichtig, immer das Gespräch mit dem Bürger zu führen. Wir legen Wert auf einen umfassenden Informationsfluss und Meinungsaustausch mit allen beteiligten Parteien. Nutzen und Nachteile einer neuen Anlage müssen gut abgewogen werden, um eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden, denn schließlich besteht Neustadt vor allem aus Einwohnern, die ihr Neustädter Land weiterhin auch lebens- und liebenswert finden wollen.

Weitere Meldungen

Wie leben wir in Neustadt 2030?

Wie leben wir in Neustadt 2030? Experten und Bürger diskutieren Perspektiven für Neustadts Zukunft Mehr

Grüne zu Gast bei der "Robby"

Uwe Sternbeck, Jan Haude, Hinrich Burmeister und Sven-Christian Kindler (von li) informieren sich über die Naturenergie-Genossenschaft Region Hannover Sven-Christian Kindler (MdB), Jan Haude (Landesvositzender) und Hinrich Burmester (Region)informierten sich über Leistungsfähigkeit des Neustädter Landes Mehr

Topmeldungen auf www.gruene-hannover.de

Niederflur ist wirtschaftlicher und barrierefreier!

20.05.2012 Wir stehen vor einer zukunftsweisenden Entscheidung: Wie soll unser Personennahverkehr in den nächsten 30 Jahren aussehen? Mehr >>

Der neue Vorstand des Grünen Stadtverbands Hannover (v.l.n.r.: Barbara David, Tobias Leverenz, Friederike Kämpfe, Mareike Rehl / nicht im Bild: Daniel Gardemin)

Grüne Hannover wählen neuen Vorstand

10.05.2012 Friederike Kämpfe und Tobias Leverenz sind das neue Vorsitzenden-Team des grünen Stadverbandes Mehr >>

oben, v.l.n.r.: Regina Asendorf, Thomas Schremmer, Belit Onay, unten: Maaret Westphely

Grüne nominieren LandtagskandidatInnen 2013

26.04.2012 Votenvergabe für aussichtsreiche Listenplätze Mehr >>

Grüne DirektandidatInnen (v.l.n.r.): Eva-Maria Hartmann, Katrin Langensiepen, Belit Onay, Thomas Schremmer und Maaret Westphely (Foto Björn Johnsen)

Hannovers Grüne wählen DirektkandidatInnen für die Landtagswahl 2013

19.04.2012 Kämpfe: Hannovers Grüne sind bereit, mit einem engagierten Team gegen schwarz-gelb anzutreten Mehr >>

Fukushima gedenken!

06.03.2012 Grüne Hannover rufen zur Beteiligung an der Großdemonstration in Hannover auf Mehr >>

Gruppenbild des neue gewählten Regionsvorstands

Regionsgrüne wählen neuen Vorstand

25.02.2012 Klawunde und Hagenah stimmen auf den Wechsel im Landtag ein Mehr >>