Trauer mit Japan und schneller Atomausstieg
14.03.2011 - Das Erdbeben , der Tsunami und die Atomkatastrophe - die Ereignisse beherrschen seit Tagen die Medien und bewegen viele Menschen.
Viele Menschen sind aufgeschreckt durch die enormen Schäden, die das Erdbeben und der Tsunami angerichtet haben. Als ob das nicht genug Leid für die Menschen sei, kommen fast stündlich neue Meldungen zur Atomkatastrophe in Fukushima und anderen Atommeilern.
"Unsere Gedanken sind in diesen Tagen bei den Menschen in den zerstörten Städten, den Verletzten, den Angehörigen der Toten und Vermissten und bei den Menschen, die im Umkreis der havarierten Atomkraftwerke leben und jetzt auch noch von Evakuierungen betroffen sind", sagt Bürgermeister Uwe Sternbeck. Aber er müsse hinzufügen: "Atomkraft ist nicht beherrschbar. Kein Atomkraftwerk der Welt ist sicher." Harrisburg, Tschernobyl, Forsmark, Brunsbüttel, Krümmel, Krsko etc. Immer wieder gab und gibt es sehr schwere Störfälle oder sogar katastrophale GAUs. Und nun die Atomkatastrophe im erdbebengewohnten Hightech-Land Japan. Auch in Deutschland erfüllt kein Atomkraftwerk alle notwendigen Sicherheitsanforderungen. Für die z.T. sehr alten Atommeiler habe die schwarzgelbe Bundesregierung die Laufzeiten verlängert. Das bedeute niedrigere Sicherheitsstandards, hohe Unfallrisiken für weitere Jahrzehnte und zusätzliche Mengen an Atommüll, der sicher entsorgt werden müsse. Die Enthüllungen über Gorleben und Asse zeigten, dass wir von einem sicheren Endlager genau wo weit entfernt sind wie vor 35 Jahren. "Der Bundesumweltminister schaut nett in die Kameras und leugnet die Gefahren. Die Kanzlerin will die Sicherheit prüfen lassen, die sie stets als beste der Welt gelobt hatte", stellt Sternbeck fest. Er sieht seine Kritik und die vieler Menschen an der Atomenergie weiter bestätigt. "Wir sind es den Opfern schuldig, Konsequenzen zu ziehen", mahnt der Bürgermeisterkandidat, "als Christen, als Politiker und als Menschen." Diese Konsequenzen seien die rasche Energiewende und der schnelle Atomausstieg.











