Grüne präsentieren Pläne für internationale Bauaustellung

08.06.2005 -

Zentrales Ziel der Ausstellung soll sein, den von industriellen Belastungen und Altlasten geprägten Stadtbezirk Misburg-Anderten durch Sanierungen und fortschrittliche Entwicklungen aufzuwerten. Eine Internationale Gartenbauausstellung, wie sie bisher favorisiert wird, würde dabei gemäß ihrem Motto "Die Welt im Garten" den Schwerpunkt auf Gärten und Parkanlagen setzen. Bauliche Entwicklungen wären im Wesentlichen ein Thema der Folgenutzung.

Eine Bauausstellung hat aus Sicht der Ratsfraktion dagegen den Vorteil, dass von vornherein eine innovative Stadtentwicklung auf sanierten Flächen das zentrale Thema ist. Weitere Vorteile einer Bauausstellung gegenüber einer IGA wären eine größere zeitliche und finanzielle Flexibilität. Die Grüne Überlegung ist daher, eine Bauausstellung samt einer entsprechenden Sanierung und Entwicklung des Deurag-Nerag-Geländes durchzuführen. Der Sanierungszuschuss der Deurag-Nerag in Höhe von 35 Mio. € wäre zu nutzen. Darüber hinaus wären Fördermittel einzuwerben(Städtebaufördermittel, Beteiligung der Bau- und Wohnungswirtschaft, EU-Förderung). Zielsetzung für das Deurag-Nerag-Gelände ist eine innovative Stadtentwicklung für Wohnen und Gewerbe.

In vielen Städten bereits inszenierte Stadtentwicklungsstrategien machen deutlich, dass es "Leuchtturmprojekte" geben muss, die Zukunftsthemen anschaulich machen, einen heraus-ragenden Ort besetzen und damit außerordentliches Interesse wecken. Mit dem Entwicklungsprojekt der Revitalisierung des Deurag Nerag Geländes können Ziele der nachhaltigen Entwicklung ebenso verfolgt werden wie zukunftsweisende Projekte der Innenentwicklung. Um eine öffentliche Wahrnehmung eines herausragenden Projektes zu erreichen, ist es mit einem Thema wie "Internationale Bauausstellung" zu kommunizieren. Mit der Durchführung einer Internationalen Bauausstellung würde sich Hannover in die Tradition Deutscher Bauausstellungen einreihen, in deren Mittelpunkt städtebauliche Innovationen und neue Impulse für die Baukultur standen.

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