Grüne: Ratsfraktion relativiert Aussagen der Grünen Jugend Niedersachsen für Hannover

28.06.2012 - Dette: „Hannoversche Schützenvereine haben Vorbildfunktion für Integration und Gleichstellung im Schützenwesen!“

Michael Dette

„Ich äußere mich nicht zu Schützenvereinen Niedersachsens außerhalb unserer Stadt, allerdings lasse ich die Kritik der Grünen Jugend in Richtung Rassismus und Militarismusverherrlichung für Hannover nicht gelten“, sagt Michael Dette, stv. Fraktionsvorsitzender der Grünen Ratsfraktion.

„Die Hannoverschen Schützenvereine bzw. ihr Verband leisten eine wichtige integrative Arbeit. Unser Schützenfest ist ein ausgelassenes, multikulturelles Fest mit hoher Strahlkraft. Es wird von vielen BesucherInnen mit purer Lebensfreude verbunden“, so Dette. Einige VertreterInnen der Grünen Ratsfraktion nehmen seit Jahren auch immer wieder am Schützenausmarsch teil.

„Es geht ja nicht mehr um die Verteidigung der Stadt mit der Armbrust, sondern um den Schießsport als sportlichen Wettkampf!“, sagt Mark Bindert, sportpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion. „Das ist kein Militarismus. Ich schätze die Schützenvereine und ihren Verband in ihrem Beitrag an unserem Breitensport“, so Bindert. „Dass ein Missbrauch gefährlicher Waffen verhindert werden muss, ist klar!“

VertreterInnen der Grünen Ratsfraktion Hannover laden die Grüne Jugend Hannover am 4. Juli um 18.00 Uhr zu einem Rundgang auf das Schützenfest ein: „Wir wollen uns das gemeinsam anschauen!“

Hintergrund:

Die Grüne Jugend Niedersachsen äußerte sich in einer Meldung vom 27.06.2012 kritisch über die Schützenvereine Niedersachsens: Soziale Verantwortung stärken, Diskriminierung ächten. Bis zum 8. Juli 2012 findet auf dem Schützenplatz das Schützenfest Hannover statt. Im Verband Hannoverscher Schützenvereine sind rund 5.000 Schützen vertreten, darunter rund 800 Jugendliche. Deutlich mehr als eine Million Besucher dürften wieder beim weltgrößten Schützenfest mit einer Mischung aus Schützensport, Unterhaltung, Fahrgeschäften und Gastronomie zu erwarten sein. Die erste urkundliche Erwähnung des hannoverschen Schützenwesens findet sich 1468.

Der Verband Hannoverscher Schützenvereine e.V. hat in seiner Satzung verankert, dass er "politisch, weltanschaulich und konfessionell" neutral ist. Das Gay People Zelt, welches seit Jahren fester Bestandteil auf dem Schützenplatz ist, ist ein Zeichen dafür, dass das Hannoversche Schützenwesen sich geöffnet hat.

Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Michael Dette
Mark Bindert


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