Grüne lehnen Leinesee-Projekt ab

31.05.2012 - Drenske: „Auenlandschaft erhalten und fort entwickeln. Grünes NEIN zu Reichen-See.“

Patrick Drenske

„Wie soll es zusammenpassen, dass wir stolze Bundeshauptstadt der Artenvielfalt sind und eine wertvolle Auenlandschaft einfach überflutet werden soll?“ fragt sich Pat Drenske, umweltpolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion, irritiert. „Außerdem ist die Leineaue ein Ort, der allen Menschen offen steht. Die überschwemmte Leine würde nur noch denjenigen zur Verfügung stehen, die sich ein Haus am Ufer oder gar ein Segelboot leisten können. Eine solche Privatisierung öffentlichen Raumes ist mit uns Grünen nicht zu machen.“

„Wir stehen für den Erhalt der Auenlandschaft!“, so Drenske.

„Sie hat hohe Qualitäten für Freizeit und Naherholung und selbstverständlich als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. All die typischen Elemente unserer strukturreichen Aue mit Auwaldgehölzen, Grünland, Flutmulden, Steilufern, Altarmen etc. schaffen eine schutzwürdige Vielfalt. Sie zu sichern und die Qualitäten der Aue fort zu entwickeln, das ist erstrebenswert, aber doch nicht ihr Verlust, indem wir alles monoton unter Wasser setzen!“, ärgert sich Drenske.

„Im Sinne der Fortentwicklung der Aue begrüße ich die aktuell laufende Planung eines Hartholz-Auenwaldes mit Eichen, Eschen und Ulmen in der Aue südlich Marienwerder. Dieser soll im kommenden Herbst gepflanzt werden“, so Drenske

Hintergrund:

Es besteht die Idee einer künstlichen Seenlandschaft innerhalb der Leineaue nordwestlich des Wehrs von Herrenhausen. Die angedachte Fläche ist im Gebiet der LHH weitgehend als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen (Mittlere Leineaue). Die Fläche nordwestlich Wehr Herrenhausen ist in großen Teilen auch FFH-Gebiet, insbesondere mit dem Flußneunauge als FFH-Art in der Leine.

Bündnis 90/Die Grünen
Ratsfraktion Hannover
Pat Drenske, umweltpolitischer Sprecher

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