Änderungsantrag Grundschule Steinbreite

21.06.2006 - Ergänzung des Raumprogrammes

Änderungsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates der LHH für die Bezirksratssitzung am 22.6.2006

Grundschule In der Steinbreite Beschlussdrucksache Nr. 1498/2006

Der Bezirksrat möge beschließen:

1. Das Raumprogramm für den Neubau der GS In der Steinbreite wird wie folgt ergänzt:

a. Für notwendige Förder- und Differenzierungsmaßnahmen sind insgesamt 6 Gruppenräume von jeweils 20m² Größe vorzusehen, die jeweils zwischen zwei AUR liegen. (Mehrbedarf 70m²)

b. Für die Nutzung als Stadtteilschule ist sowohl für den Musik- als auch für den Werkraum je ein zweiter Nebenraum einzuplanen, um eine konfliktfreie Nutzung durch schulische und außerschulische Nutzerinnen und Nutzer zu ermöglichen. (Mehrbedarf 2 x 10m²)

c. Um den räumlichen Bereich, der für das Mittagessen vorgesehen ist, im Rahmen des Konzeptes "Stadtteilcafe" flexibel nutzen zu können, ist die Küchenzeile zu einer abgeschlossenen Küche (20m²) nebst Lagerraum (15m²) und einem kleinen Büro (5m²) für die Koordination außerschulischer Angebote zu erweitern. (Mehrbedarf 30m²)

d. Um die Sporthalle möglichst effizient nutzen zu können, ist die Teilbarkeit der Halle vorzusehen. Der Geräteraum ist mit seiner derzeitigen Größe einzuplanen. (Mehrbedarf 50m²)

2. Die Verwaltung wird aufgefordert zu prüfen, inwieweit es sinnvoll wäre, die Hortgruppen der umliegenden Kindertagestätten zukünftig in der Grundschule zu betreuen, um dadurch in den Kitas Kapazitäten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren zu schaffen.

Begründung:

Zu 1.: Die genannten Ergänzungen für das Raumprogramm sind notwendig, um einerseits heutigen pädagogischen Erfordernissen zu genügen und andererseits das Ziel einer Stadtteilschule umzusetzen. Schule braucht Platz für vielfältige Differenzierungs- und Fördermaßnahmen. Es ist nicht akzeptabel, wenn diese auch in einem Schulneubau weiterhin auf Fluren oder in der Pausenhalle stattfinden müssten. Für den von der Gebrüder-Körting-Schule genutzten Anbau wurde jeweils zwischen zwei Klassenräumen ein Gruppenraum eingerichtet. Ein Unterschreiten dieses Standards würde der Schule Möglichkeiten der pädagogischen Weiterentwicklung verbauen. Die Stadtteilschule braucht flexible Lösungen für unterschiedliche Nutzungen und unterschiedliche Nutzergruppen. Die dafür beantragten räumlichen Ergänzungen sind wichtige Voraussetzungen für ein vielfältiges Angebot und ein aktives Stadtteilleben. Positiv zu berücksichtigen ist dabei auch der Vorschlag der Bürgerinitiative, für die Mehrkosten für das "Stadtteilcafe" eine Spendensammlung im Stadtteil zu durchzuführen.

Zu 2.: Aufgrund des Tagesbetreuungsausbaugesetzes müssen die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter drei Jahren verbessert werden. Der notwendige Schulneubau bietet Gelegenheit zu überprüfen, ob durch eine Verlagerung der Schulkinderbetreuung in die Schule hierfür Fortschritte erzielt und investive Mittel effizient eingesetzt werden können.

Sabine Nolte-Vogt

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