Das Grüne Programm für die Kommunalwahl 2006 in Linden-Limmer
Hier finden Sie zum nachlesen das Programm der Grünen in Linden-Limmer zur Kommunalwahl 2006
- Beteiligung und Mitsprache für einen bürgernahen Stadtbezirk
- Für eine lebenswerte Umwelt im Quartier
- Lokale Ökonomie für Arbeitsplätze in Linden-Limmer
- Neue Konzepte für das Wohnen im Quartier
- Frauen und Männer haben unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche
Linden-Limmer: Mit Grün geht es voran!
Mit Bildung und Kultur für eine lebendige Vielfalt
Linden-Limmer lebt von der Vielfalt seiner BürgerInnen. Wir wollen diese Vielfalt zu einem lebendigen Miteinander entwickeln. Die Bildungs- und Kulturangebote im Stadtbezirk sollen deshalb weiter ausgebaut werden.
- Wir fordern mehr Krippen-, Krabbelstuben- und Tagespflegeplätze im Stadtbezirk, um Kinder unter 3 Jahren früh zu fördern.
- Eine Kindertagesstätte in Linden-Limmer soll zu einem Familienzentrum ausgebaut werden, in dem Eltern Unterstützung in Erziehungs- und Alltagsfragen sowie Sprachförderung erhalten.
- Wir setzen uns für Ganztagsschulen in Linden-Limmer ein, die diesen Namen verdienen und sich als Lern- und Lebensräume dem Quartier öffnen. Wir unterstützen daher Initiativen zur Sprachförderung und die Einrichtung von Integrationsklassen an unseren Schulen.
- Die lebendige Stadtteilkulturarbeit in den vielen Zentren, wie z. B. FAUST, dem Freizeitheim und dem Treffpunkt Allerweg soll unter Beteiligung aller Mitwirkenden fortentwickelt werden. Die Stadtteilbüchereien dürfen nicht dem Sparzwang zum Opfer fallen.
Beteiligung und Mitsprache für einen bürgernahen Stadtbezirk
Wir wollen, dass die Menschen in Linden-Limmer ihren Stadtbezirk mitgestalten, denn sie sind die besten ExpertInnen für ihr Quartier. Wir haben deshalb mehrere Projekte zur Beteiligung angeregt, die wir weiterhin unterstützen:
- Schulwegsicherheitsprojekte, in denen Kinder selbst Vorschläge entwickeln, wie ihr Schulweg sicherer wird.
- Das Kinder- und Jugendforum Limmer, in dem sich die Kinder und Jugendlichen aktiv in die Stadtteilpolitik einmischen können.
- Die Beteiligung der BürgerInnen an der Neuplanung des Schwarzen Bären und des Küchengartenplatzes.
- Die Einrichtung der Sanierungskommission in Limmer.
In den kommenden Jahren wollen wir erreichen, dass mehr politische Kompetenzen in die Stadtbezirke verlagert werden, dazu fordern wir:
- Die Unterrichtung aller BürgerInnen über die Planungen für ihren Stadtteil.
- Themen bezogene BürgerInnen-Versammlungen.
- Die Stärkung der Bezirksräte als "Petitionsausschüsse" für die Belange der BürgerInnen sowie als Begleiter und Unterstützer von Beteiligungsprozessen.
- Ausgaben und Zuwendungen des Stadtteils - z. B. für Spielplätze, Jugendeinrichtungen, Straßenunterhalt - müssen im Bezirksrat wirklich entschieden werden können.
Attraktive Straßen und Plätze für ein urbanes Leben in Linden-Limmer
Straßen, Plätze und Grünflächen geben dem Stadtbezirk sein Gesicht und schaffen Raum für öffentliches Leben. Wir wollen die Aufenthaltsqualität auf den Straßen und Plätzen in Linden und Limmer erhöhen. Deshalb verlangen wir mehr Platz für FußgängerInnen und RadfahrerInnen. Auch die Stadtbahn- und Busverbindungen sollen verbessert werden.
- Familien mit Kindern, ältere Menschen und Behinderte brauchen einen leichten, barrierefreien Zugang zum öffentlichen Nahverkehr. Deshalb machen wir uns für Hochbahnsteige sowie Niederflurbusse und -bahnen stark.
- Wir setzen uns für eine direkte ÖPNV-Verbindung zwischen Linden-Süd und Linden-Nord über die Blumenauer Straße ein.
- Die Stadtbahntakte sollen nicht weiter ausgedünnt, sondern wieder verbessert werden.
- Die Fußgängerzone in der Limmerstraße soll attraktiver werden. Dazu wollen wir erreichen, dass die Buslinie 700 über die Fössestraße geführt wird.
Für eine lebenswerte Umwelt im Quartier
Linden-Limmer ist ein dicht bewohnter und verkehrsreicher Stadtbezirk. Um hier die Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern, setzen wir uns für eine Verminderung der Lärm- und Feinstaubbelastung und mehr Grün im Stadtbezirk ein.
- Für stark verkehrsbelastete Punkte verlangen wir Lärmschutzmaßnahmen. Am Westschnellweg fordern wir seit 2005 eine Lärmschutzwand.
- Zur Reduzierung der Feinstaubbelastung setzen wir uns für Umweltzonen ein. In diesen Zonen dürfen dann nur schadstoffarme Fahrzeuge fahren.
- Linden-Limmer ist ein von Grün umgebener Stadtteil am Fluss. Wir wollen diese Grünflächen mit neuen Konzepten attraktiver machen. Die Fortsetzung der Programme "Hannover schafft Platz" und des "1000-Bäume-Programms" soll dabei helfen, weitere Ideen zu finanzieren.
- Schon heute erzeugen viele Blockheizkraftwerke in Linden-Limmer Strom und Wärme. Zahlreiche umweltfreundliche Solaranlagen verhindern Atomstrom. Wir wollen, dass auch bei den vielen energetischen Sanierungsprojekten im Stadtteil bevorzugt umweltfreundlich geplant und gebaut wird.
Lokale Ökonomie für Arbeitsplätze in Linden-Limmer
Linden-Limmer hat eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Hannover. Um neue Arbeitsplätze zu schaffen, setzen wir uns für die Förderung des Kleingewerbes im Stadtbezirk ein.
- Wir werden die Existenzgründungszentren in Linden-Limmer weiter unterstützen und dringen darauf, dass auf den Industriebrachen stadtteilverträgliches Kleingewerbe angesiedelt wird.
- Der Erhalt und die Stärkung des Einzelhandels in Linden-Limmer hat Vorrang. Wir unterstützen daher die Initiativen der Gewerbetreibenden an der Deisterstraße, am Schwarzen Bären und an der Limmerstraße.
- Es müssen Arbeits- und Ausbildungsplätze für Jugendliche geschaffen werden. Wir unterstützen deshalb die Ausbildungsinitiative für Jugendliche in Linden-Limmer und fordern ein stärkeres Engagement des "JobCenter der Region Hannover" im Stadtbezirk.
Neue Konzepte für das Wohnen im Quartier
Wohnraum und -umfeld brauchen nicht nur mehr Qualität - Konzepte für neue Wohn- und Lebensformen sind nötig, um die Wünsche der Menschen und den demografischen Wandel aufzufangen. Projekte des gemeinsamen Wohnens, wie Alten-Wohngemeinschaften und Generationenhäuser, sind hierbei besonders zu fördern.
- Historische Bausubstanz gilt es zu erhalten; z. B. noch vorhandene Dachflächen sind für den Aufbau von Wohnungen hervorragend geeignet.
- Nicht nur die Sanierung in Limmer und die Entwicklung des neuen Stadtteils "Wasserstadt Limmer" bieten gute Möglichkeiten für ökologisches Bauen und neue Konzepte der Nahwärmeversorgung sowie der Nutzung erneuerbarer Energien. Weitere Industriebrachen - und das Ihmezentrum - warten auf eine Revitalisierung wie das heute schon sehr erfolgreiche "Gilde-Carré".
- Bündnis 90/Die Grünen stehen für den Erhalt bezahlbaren Wohnraums und des sozialen Wohnens in der Stadt. Dazu gehört besonders die Förderung kleiner, stadtteilbezogener Genossenschaften wie der "Wohnungsgenossenschaft Selbsthilfe Linden".
Frauen und Männer haben unterschiedliche Bedürfnisse und Wünsche
Wir werden alle anstehenden Projekte, Vorhaben und Initiativen im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit bewerten, planen und durchführen. Eine Beteiligung durch Mädchen und Jungen und Frauen und Männern aus dem Stadtteil ist daher ausdrücklich gewünscht.






