Eigentor der Wasserstadt

14.06.2006 - Die Wasserstadt Limmer ist (mal wieder) ins Gerede gekommen, weil belasteter Bauschutt plötzlich "verschwunden" ist. Hier die offizielle Stellungnahme des OB.

In einem offenen Brief zur Wasserstadt Limmer forderten die Grünen am 24.05.06 Klarheit über die Gerüchte zu umweltgefährdender Bauschuttbeseitigung. Link zum Original

Alles halb so wild?

Die Antwort der Verwaltung liegt nun vor (Download des Originals unten). Kurz gesagt: Die Werte liegen unterhalb der Grenzen für "normalen" Müll (bis auf einige Ausnahmen) aber deutlich oberhalb der für die Sanierung vereinbarten Werte.

Schlagabtausch in der Sanierungskommission Limmer

Auch in der Sitzung der Sanierungskommission Limmer am vergangenen Montag (12.06.06) wurde das Thema diskutiert. Die "Unbedenklichkeits-Erklärung" stieß zumindest im Publikum nicht so recht auf Begeisterung. Fakt ist aber jeden Fall: Die Wasserstadt-Gesellschaft hat gegen vereinbarte Sanierungswerte verstoßen. Seitens der Verwaltung sind gegen diese Vertragsverletzung jedoch keine Sanktionen vorgesehen. Für die Zukunft gelobte man Besserung. Nun ja.

Die Umwelt, der Ruf und die Vermarktungs-Chancen leiden

Werte hin oder her - ein Schaden ist da: Wie werden künftige Käufer auf diesen Vertragsbruch reagieren? Wird man den Beteuerungen eines unbedenklichen Lebens und Arbeitens in der Wasserstadt trauen können? Der Vertreter der Wasserstadt-Gesellschaft reagierte wie ertappt und rief "Haltet den Dieb": Herr Kiekenap unterstellte eine Ruf schädigende Kampagne.

Wer anderen eine Grube gräbt…

Die Presse, die Kommissionen, die Grünen sind Schuld am Vertrauensverlust? Eine groteske Verdrehung der Fakten, aber nicht wirklich überraschend. Wer seinen Vorteil auf Kosten Dritter sucht und dazu Verträge und Vorschriften verletzt, der will natürlich auch die Schuld anderen unterjubeln. Nur beim Entsorgen der Verantwortung, da wird wieder genau hingesehen.

Das Rauschen im Blätterwald - anbei noch einmal die wichtigsten Artikel zum downloaden und nachlesen.

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