Meldung aus dem Bezirksrat Linden/Limmer

04.01.2006 -

Berichte aus dem Bezirksrat November und Dezember 2005

• Schwarzer Bär Im Dezember hat der Bezirksrat den zweiten Bauabschnitt für den Schwarzen Bären beschlossen. Dann werden auch auf der südlichen Seite die Fuß- und Radwege verbreitert und in Höhe von Woolworth ein Überweg angelegt. Zugleich wird der umstrittene Linksabbieger vom Schwarzen Bären in die Blumenauer Straße geschaffen. Wir haben uns erneut dafür eingesetzt, dass in einem dritten Bauabschnitt in absehbarer Zeit auch der Hochbahnsteig auf der Benno-Ohnesorg-Brücke gebaut wird. Das könnte schon bald möglich werden, weil im Zuge von umfangreichen Hochwasserschutzmaßnahmen diese Brücke ohnehin vermutlich in den nächsten Jahren verbreitert werden soll. Weiterhin haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Planung einer Stadtbahnlinie durch die Blumenauer Straße (sog. "Go-west"-Linie) offengehalten werden soll. • Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Linden-Limmer Auf unseren Antrag hat der Bezirksrat im November eine Anhörung durchgeführt zum Thema "Wie kann die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs in Linden-Limmer gesichert und gesteigert werden?" Von der üstra konnte leider nur über eine weitere Ausdünnung des Stadtbahn-Taktes berichtet werden. Der VCD machte demgegenüber deutlich, dass Verbesserungen nötig sind, wenn der öffentliche Nahverkehr den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden soll. Dazu gehört der Bau von Hochbahnsteigen, die es in Linden gerade an den viel genutzten Haltestellen der Linien 9 und 10 noch überhaupt nicht gibt, und dazu gehört auch der Bau einer Stadtbahnlinie durch die Blumenauer Straße, die Linden-Nord, -Mitte und -Süd miteinander verbinden würde. • Sicherheit im Verkehr für FußgängerInnen Mit zwei Anfragen haben wir uns im November nach der Sicherheit von FußgängerInnen erkundigt. Eine Anfrage bezog sich auf die Limmerstraße. Aus der Antwort der Verwaltung wurde deutlich, dass die Überwachung der Verkehrsregelung in der Fußgängerzone offenbar erheblich reduziert wurde und auch nicht mehr mit der Polizei koordiniert wurde. Dadurch hat der Autoverkehr wieder deutlich zugenommen. Daraufhin hat der Bezirksrat im Dezember die Stadt und die Polizei aufgefordert, die Überwachung wieder zu intensivieren. Die zweite Anfrage bezog sich auf die Schaffung von Fußgängerüberwegen. In den vergangenen Jahren wurden in mehreren Grundschulen in Linden und Limmer Schulwegsicherheitprojekte durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler haben sich dabei vor allem zusätzliche Zebrastreifen gewünscht, damit der Schulweg sicherer wird. Von der Stadt wollen wir nun wissen, warum dieser Wunsch bislang an keiner Stelle erfüllt wurde. • Pflege der Grünflächen in Hannover Im Dezember haben wir nach der Pflege der Grünflächen in Hannover gefragt. Die Pflege ist in den letzten Jahren deutlich reduziert worden, weil der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün Personal abbauen musste. Umbefriedigend war die Antwort, dass diese Verringerung der Pflege vor allem Stadtteile wie Linden-Limmer trifft, während Anlagen in der Innenstadt noch intensiver gepflegt werden, weil sie dort "den Eindruck der Stadt auf Gäste und Besucher mit prägen". Es sind aber vor allem die Wohn-Stadtteile, die über die Lebensqualität der Stadt für ihre BewohnerInnen entscheiden. Deshalb müssen auch hier die Grünanlagen so gepflegt werden, dass sie nicht verwahrlost wirken, sondern auch als Freizeitanlagen, z.B. als Liegewiesen genutzt werden können. • Ganztagsschulen in Linden Die Grundschulen Egestorffschule (Linden-Süd) und Albert-Schweitzer-Schule (Linden-Nord) haben beschlossen, einen Ganztagsbetrieb aufzubauen. Sie erhalten dafür aber von der Landesregierung weder zusätzliche Personalmittel noch Investitionsmittel für den Bau von Mensen. Gemeinsam mit der SPD haben wir uns dafür eingesetzt, dass die Stadt diese Schulen mit Investitionsmitteln unterstützt und dass auch Kooperationspartner dieser Schulen, die das Nachmittagsangebot unterstützen, in ihrer Existenz gesichert werden. • "Kulturrathaus" Linden Im Herbst hat die Verwaltung Pläne in die Öffentlichkeit lanciert, unter dem etwas hochtrabenden Titel "Kulturrathaus" verschiedene Einrichtungen in das Lindener Rathaus zu verlegen. Neben der Kulturverwaltung soll eine Einrichtung der Volkshochschule aus dem Ihmezentrum dorthin verlegt und die beiden Lindener Stadtteilbüchereien dort zusammengelegt werden. Sprich: die Bücherei in der Limmerstraße soll geschlossen und die bereits bestehende Bücherei am Lindener Markt möglicherweise in andere Räume verlegt werden. Auf unsere Anfrage konnte - oder wollte - die Verwaltung aber noch keine konkreten Planungen vorlegen und auch zu den Kosten noch keine Aussagen machen. Uns ist wichtig, dass über eine Zusammenlegung der Lindener Stadtteilbüchereien und einen möglichen neuen Standort erst nach Beteiligung der LeserInnen entschieden wird. Reinhard Tydecks

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