Rettungsversuch für die Bücherei im Freizeitheim Linden in der Sackgasse

05.11.2008 - Bildung, Kultur und Menschen gehören ganz dicht zusammen. Das ist und bleibt unsere Überzeugung.

Nach intensiver Diskussion hat sich die Mitgliederversammlung des Grünen Stadtverbandes gestern dagegen entschieden, der grünen Ratsfraktion den Auftrag zu erteilen, erneut mit der Ratsfraktion der SPD über eine Kinder- und Jugendbibliothek in Linden-Nord zu verhandeln.

Die betroffene Stadtteilgruppe Linden-Limmer der Grünen hatte mit einem Antrag auf der Mitgliederversammlung versucht, erneute Verhandlungen in Gang zu setzen. Wohl unterstützen die Stadtgrünen die Forderung, mindestens eine Kinder- und Jugendbibliothek im Freizeitheim Linden zu halten mit Nachdruck und Sympathie. Eine Erfolgschance, den Koalitionspartner umzustimmen wurde jedoch nicht gesehen. Vertreter der Grünen Ratsfraktion hatten in den letzten Wochen mehrfach und engagiert mit der SPD verhandelt, waren aber am kategorischen Nein der Sozialdemokraten gescheitert.

Die Stadtteilgruppe Linden-Limmer der Grünen distanziert sich nachdrücklich von der Basta-Politik der SPD im Rat. Mit deren Nein zu Bildungs- und Integrationsangeboten, die nahe bei den Menschen sind, verabschiedet sich die SPD von ihrer Verantwortung für eine breit angelegte Kulturpolitik. Außerdem stößt sie damit ihre eigene Fraktion im Bezirksrat Linden-Limmer vor den Kopf, die zusammen mit CDU und den Grünen die Forderung nach einer Kinder- und Jugendbibliothek unterstützt hatte.

"Für uns in Linden-Limmer ist die Bücherei im Freizeitheim noch lange nicht am Ende." erklärte Jörg Schimke (Sprecher der grünen Stadtteilgruppe Linden-Limmer). "Bis zu den nächsten Kommunalwahlen 2011 bleibt die Bücherei auf jeden Fall im Freizeitheim. Und wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass dem Bürgerwillen in Linden und Limmer Gehör verschafft wird."

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