Guter Strom ist grün!

02.06.2008 - Enno Hagenah, wirtschaftspolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, informierte am 25. Mai über Ökostrom und Energiepolitik

Enno Hagenah (Mitte)

Im Stromwechsel-Café der grünen Stadtteilgruppe Südstadt-Bult konnten sich interessierte Bürger/innen bei Kaffee und Kuchen über den Wechsel zu Ökostrom informieren. Enno Hagenah als Referent skizzierte die Entwicklung der Energiepolitik und des Strommarktes der letzten Jahre und zeigte die Zusammenhänge zwischen der marktbeherrschenden Stellung der Stromkonzerne, steigenden Energiekosten und dem schleppenden Tempo bei der Energiewende auf.

Außerdem klärte der Abgeordnete über die qualitativen Unterschiede zwischen den Ökostromanbietern auf und entlarvte die meisten Angebote etablierter Stromversorger als Etikettenschwindel. Deren "Ökostrom" entstünde aus Wasserkraft in Altanlagen z.B. in Norwegen, wo kein Geld in neue Anlagen für regenerative Energien investiert werde und damit kein Nutzen für den Klimaschutz erbracht würde. Dies ist bei Anbietern wie bei Grünstrom/Naturstrom AG oder Greenpeace Energy anders.

Enno Hagenah machte deutlich, dass Ökostrom von solchen seriösen Anbietern wichtig für die Beschleunigung der Energiewende zusätzlich zur Einspeisevergütung durch das rot-grüne Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sei, da durch die extra Förderung mehr Anlagen sich rechnen würden. Damit würde seriöser Ökostrom zum Turbo der Energiewende. Dies sei ein wichtiges Motiv für ihn gewesen, den Verein Grünstrom e.V. mit zu gründen.

Auch Fragen zur konkreten Vorgehensweise beim Wechsel zu Ökostrom wurden geklärt. Der Kunde braucht nichts weiter als seine alte Kundenummer, den aktuellen Zählerstand und den unterschriebenen neuen Vertrag dem Ökostromanbieter zuzusenden. Alle weiteren Formalitäten erledigt der Ökostromanbieter. Die Mehrkosten für Ökostrom lassen sich meist über konsequentes Energiesparen im Haushalt kompensieren, so dass Ökostrom nicht nur etwas für reiche Leute ist.

Die Ennahmen aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf bei der Veranstaltung wird einem Klimaschutzprojekt von "Brot für die Welt" in Tansania gespendet.


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