Grüne wollen ein Stadtteilzentrum für die Südstadt

04.02.2008 - Runder Tisch nimmt seine Arbeit auf

Carola Walther-Opitz

Bereits im November 2006 hatten BÜNDNDIS 90/DIE GRÜNEN und SPD in ihrem gemeinsamen Arbeitsprogramm auf Bezirksratsebene die Schaffung eines Stadtteilzentrums als umzusetzendes Ziel formuliert. Vor ca. einem Jahr erarbeiteten Kulturschaffende des Kulturfunkens und BürgerInnen der Südstadt einen ersten Konzeptentwurf für ein soziokulturelles Zentrum in ihrem Stadtteil und legten ihn offiziell dem Bezirksrat Südstadt-Bult vor. Der erste sehr wichtige Schritt war geschafft: PolitikerInnen und Öffentlichkeit wurden über Vorstellungen und Forderungen informiert.

Um ein geordnetes Verfahren unter Beteiligung eines breiten gesellschaftlichen Spektrums der Südstädter Gesellschaft abzubilden, entwickelten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD die Idee eines "Runden Tisches", um sich gemeinsam und regelmäßig mit allen Parteien und interessierten Gruppen auszutauschen und die Realisierung eines Stadtteilzentrums zielgerichtet voranzutreiben. 50.000 € stellten GRÜNE und SPD im Stadtrat für Moderation und erste Realisierung im Haushalt 2008 ein.

Unter der professionellen Leitung von Oliver Kuklinski, dem erfahrenen Moderator von PlanKom, erarbeiteten TeilnehmerInnen unterschiedlicher Vereine und Gruppierungen am 15. Oktober im Gemeindehaus der Nazarethgemeinde Südstadt Konzeptideen für ein Stadtteilzentrum. Mehrere kleine Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit Fragen der Zielgruppenfindung, Angebotsmöglichkeiten, Standort und Anforderungen des Gebäudes, der Finanzierung und dem "Runden Tisch" an sich.

Der "Runde Tisch" wird in transparenter Arbeit ein tragfähiges und bürgernahes Konzept für das Stadtteilzentrum Südstadt entwickeln, und mit offenem Informationsfluss in monatlichen Sitzungen bis Juli 2008 umsetzbare Ergebnisse erarbeiten. Er ist das zentrale Gremium für die gemeinsamen Planungen im Stadtteil. Es wird eingeladen, sich dort aktiv und konstruktiv einzubringen und so seiner zentralen Bedeutung Rechnung zu tragen. Er ist ausdrücklich nicht als Gremium konzipiert, in dem die politischen Parteien und Fraktionen dominieren, (sie sind dort nicht stimmberechtigt), sondern er ist ein Gremium, in dem bürgerschaftliches Engagement gefragt ist und in einem demokratischen Prozess zu einem realisierbaren Ergebnis führen soll. Initiatoren des vierwöchigen Arbeitstreffens sind unser Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne und sein Stellvertreter, Ekkehard Meese.

Der Runde Tisch setzt sich zusammen aus:

1. dem Bezirksbürgermeister und elf weiteren stimmberechtigten Personen aus dem Stadtteil, die Gruppen, Institutionen und Vereine vertreten.

2. bis zu fünfzehn weiteren nicht stimmberechtigten Personen, VertreterInnen der Stadtverwaltung und anderen Behörden, fünf PolitikerInnen und variable Externe, z.B. ExpertInnen.

3. der interessierten Stadtteilöffentlichkeit (bei öffentlichen Veranstaltungen).

Diese Teilnehmerschaft bildet ein breites Spektrum der Südstädter Gesellschaft ab und wird aktiv, verbindlich und konstruktiv an einem gemeinsamen Konzept mitwirken. Vor kurzem ist der Reichsbund als möglicher Investor bezüglich eines Stadtteilzentrums an die Öffentlichkeit getreten. Auch er sollte am Runden Tisch über seine Pläne, Beweggründe und Kalkulationen berichten, damit diese in den moderierten Prozess gemeinsamer Planung einbezogen werden können.

Am 21. Januar 2008 konstituierte sich der Runde Tisch und legte die noch folgenden Termine und Zusammensetzung der Sitzungen fest.


Carola Walther-Opitz
Bezirksratsfrau Bündnis 90/Die Grünen
Südstadt/Bult

Alte Döhrener Str. 72
30173 Hannover
Tel.: 0511 - 53 48 594
-OpitzMail: c.waltheropitz@arcor.de

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