Schulwegsicherheit zur Grundschule Kestnerstraße für GRÜNE wichtig

02.09.2006 - Erste Verbesserungen auf dem Schulweg zur Grundschule Kestnerstraße nach zuerst gefährlichem Umbau erreicht

Die aktuelle Situation am Überweg

Mitte April informierte uns ein besorgter Vater, dass im Bereich der Bultstraße und Stadtstraße das den Fußweg abgrenzende Geländer demontiert worden sei und dafür nun ca. 20 Parkplätze mit halbhohem Parken auf dem Fußweg eingerichtet wurden. Die neuen Parkplätze führten sehr dicht an den Zebrastreifen heran. Folge: kleine, den Zebrastreifen querende Grundschulkinder konnten aus ihrer niedrigen Perspektive aus Richtung Ellernstraße (Zooviertel) kommende Pkw kaum noch rechtzeitig sehen bzw. von den Fahrer/innen gesehen werden. Von dieser gefährlichen Schulwegsituation in unmittelbarer Nähe der Grundschule Kestnerstraße überzeugten sich Fraktionsmitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN umgehend. In einem Gespräch mit der Schulleitung wurde diese Situation ebenfalls als nicht tragbar angesehen, die Schule war von dieser Maßnahme gar nicht erst informiert worden. Auch der Schulelternrat äußerte seine Besorgnis.

Dies war Anlass für die grüne Bezirksratsfraktion einen Ortstermin bei der Stadtverwaltung einzuberufen, an dem Anfang Mai Vertreter der Straßenverkehrsbehörde, der Polizei, Schule, Schulelternrat, Mitglieder des südstädter Bezirksrates und die Bezirksbürgermeisterin des angrenzenden Stadtbezirksrates Mitte teilnahmen. Anliegen der bündnisgrünen Teilnehmer war es, vor und hinter dem Zebrastreifen ausreichend Platz zu schaffen durch Wegfall der hier neu installierten Parkplätze, so dass sowohl für die Kinder aus ihrer niedrigen Sicht rechtzeitig gute Sichtverhältnisse auf den fließenden Verkehr geschaffen werden und sie auch eher gesehen werden sollten. Eine Sichtweise, die leider anfangs einigen Vertretern anderer politischer Parteien nicht nötig erschien, dann nach beharrlichen Interventionen aber doch zu einem ersten Ergebnis führte.

Die ehemals vor der Spedition Beissner stehenden Altglascontainer wurden nun vor kurzem auf die andere Gehwegseite gesetzt. Das Parken am Fahrbahnrand auf der Seite des bisherigen Containerstandortes wurde erlaubt bis Michael-Ende-Platz (Zooviertel), auch unter der DB-Brücke. Als Folge werden nun erwartet: ein Stellplatzgewinn und gleichzeitige Fahrbahnverengung, was zu langsamerer Fahrweise beitragen soll. Das kurzzeitig mögliche und gefährdende Fahrbahnrandparken in Richtung Stadtstraße wurde wieder aufgehoben (aktuelle Situation siehe Foto).

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bezirksrat Südstadt-Bult begrüßen die gute Kooperation in dieser für Schulkinder so dringlichen Angelegenheit und danken den Verwaltungsstellen für die nun raschen Veränderungen, die aus grüner Sicht diesen Bereich übersichtlicher gemacht haben. Ob diese Maßnahmen ausreichen werden werden wir in nächster Zeit beurteilen und dann ggfs. wieder aktiv werden. Zwei Forderungen lassen sich daraus aber ableiten, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Ekkehard Meese: 1. bei Veränderungen im Schulwegbereich sollten künftig bei den Verwaltungsbesprechungen auch die Schulen und Elternvertreter direkt beteiligt werden und nicht als Beschwerdeführer im nachhinein. 2. Stellplatzzugewinne dürfen nicht zu Lasten der Schulwegsicherheit gehen.

Allen Kindern zum Schul- und Schuljahresbeginn wünschen wir allzeit sichere und gute Schulwege.

Ekkehard Meese, Stellv. Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bezirksrat Südstadt-Bult

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