Auf nach Gorleben!

30.10.2008 - 29.10.2008: Grüner Regionsverband Hannover organisiert Busse zur bundesweiten Demonstration gegen das Atommüll-Endlager am 8. November

"Wir halten am Atomausstieg fest! Spätestens nach dem Skandal im Forschungsendlager Asse wird wieder einmal deutlich, dass die Frage der Endlagerung des Atommülls weiterhin nicht gelöst ist", sagt Brigitte Deyda, Vorsitzende des Regionsverbands Hannover von Bündnis 90/Die Grünen. Mit Grünen aus dem ganzen Bundesgebiet, zahlreichen NGOs und AtomkraftgegnerInnen werden auch viele Grüne aus der Region Hannover am 8. November deshalb nach Gorleben fahren, um gegen die dortige Lagerung von Atommüll zu protestieren und für eine alternative Energiepolitik einzutreten. Hierfür hat der Grüne Regionsverband Busse organisiert, von denen zwei schon voll besetzt sind. Für einen dritten Bus gibt es noch Fahrkarten (siehe unten).

Anfang November 2008 soll der nächste Castor-Transport mit hochradioaktivem Müll nach Gorleben rollen. "Gorleben wurde seinerzeit nur aus politischen Gründen zum Endlager gemacht und nicht wegen seiner besonderen Eignung für strahlenden Müll", betont Brigitte Deyda. "Geht es nach Atomindustrie, Union und FDP, so sollen die als Erkundung getarnten Bauarbeiten im Salzstock wieder aufgenommen werden. Im Vordergrund stehen dabei offensichtlich Profitgier und eine schnelle Beseitigung von gefährlichem Atommüll", unterstreicht die Vorsitzende des Regionsverbands.

Der Skandal in Asse zeigt, wie es nicht geht: Bereits 17 Jahre nach dem Ende der Einlagerung tritt eine radioaktive Lauge aus den Salzkammern aus, die Cäsium, Tritium, Strontium und Plutonium enthält. Die Folgen für die Umwelt sind unabsehbar. Asse war als Forschungsendlager für Gorleben gedacht. "Aus den katastrophalen Erfahrungen in Asse müssen Konsequenzen für Gorleben gezogen werden: Es muss ein unbefristeter Bau- und Erkundungsstopp verfügt werden. Wir fordern eine bundesweite ergebnisoffene Suche nach alternativen geologischen Formationen für die Lagerung von hochradioaktivem Atommüll", sagt Dieter Albrecht, Vorsitzender des Grünen Regionsverbands Hannover. "Die ungelöste Endlagerfrage zeigt, dass am Ausstieg aus der Atomenergie nicht gerüttelt werden darf. Was wir jetzt brauchen, ist eine echte Wende in der Energiepolitik mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung."

Die Grünen Busse aus Hannover brechen am 8. November um 9:00 Uhr vom ZOB Hannover nach Gorleben auf. Fahrkarten sind Montags bis Freitags zwischen 10 und 16 Uhr im Grünen Zentrum (Senior-Blumenberg-Gang 1, 30159 Hannover, Tel.: 0511-3008866, E-Mail an den Regionsverband) zu bekommen. Sie kosten 10 Euro (5 Euro ermäßigt, 30 Euro Förderpreis).

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