Gelungene Anti-Castor-Aktion in Rethen am 23.10.

24.10.2010 - Am Samstag, 23. Oktober, fanden am Castorstreckenaktionstag bundesweit Anti-Atom-Aktionen statt. Die Laatzener Grünen beteiligten sich daran und veranstalteten eine Protest-Radtour durch Rethen und Grasdorf. An der Aktion nahmen etwa 30 Personen teil.

Laatzen gegen Atomkraft!

Am Castorstreckenaktionstag, dem 23.10.2010, fand auch in Laatzen eine kleine Protestaktion statt. Während in Hannover am Steintor bis zu 3.000 Menschen demonstrierten, waren es in Laatzen in der Nähe des Rethener Bahnhofes zeitgleich etwa 30 Personen.

Aufgerufen hatten dazu die Laatzener Grünen. Gekommen sind auch mehrere Menschen aus Rethen, die froh waren, dass auch bei ihnen vor der Haustür mal eine solche Aktion stattfand. Schließlich wäre es durchaus möglich, dass der Castor im November tatsächlich auf der Strecke durch Laatzen Richtung Gorleben rollt - wie schon vor zwei Jahren, als er nachts in Lehrte stand, bevor es weiter ins Wendland ging. Am Samstag, dem 23. Oktober, versammelten sich an dem Anti-Atom-Fass, das wir extra vorher aus Salzgitter von der AG Schacht Konrad geholt hatten, auch Grüne aus den Nachbar-Kommunen. Harald Paul, Ratsherr aus Hemmingen, und Gabi Hiller aus Pattensen waren mit dabei. Wir führten viele Gespräche, bei denen sehr deutlich wurde, wie unzufrieden die TeilnehmerInnen der Protest-Aktion mit der Atompolitik der Bundesregierung sind. Die Erkundung Gorlebens ohne eine alternative Standortsuche lehnten alle ab. Zweifel daran, dass diese "ergebnisoffen" durchgeführt wird, sind ebenso verbreitet wie berechtigt! Dass der Atomdeal nicht den Interessen der BürgerInnen in diesem Land, sondern vor allem den Interessen der großen Energiekonzerne dient, war die einhellige Meinung auch in Rethen.

Der größere Teil der Demonstrierenden beteiligte sich an einer kleinen Anti-Atom-Radtour durch Rethen und Grasdorf. "Auf zwei Rädern gegen den Castor! Stopp Atomkraft - freie Fahrt für Erneuerbare Energien!" lautete das Motto. Dabei wurden Info-Flyer verteilt und Diskussionen über Atomkraft und Energiepolitik geführt.Für die Grünen steht fest: Die Energieversorgung der Zukunft ist dezentral und erneuerbar - ohne Wenn und Aber! Die geplante Laufzeitverlängerung hätte fatale Folgen. Denn: "Die Atomkraft ist keine Brückentechnologie, sondern ein Bremsklotz für den Ausbau der Erneuerbaren. Und wir dürfen nicht noch länger Atommüll produzieren! Jedes Gramm ist ein Gramm zuviel von dem tödlich-strahlenden Zeug!" (Andreas Quasten)

Bundesweit haben am 23.10. etwa 20.000 Menschen an 120 Orten gegen die Atommülltransporte demonstriert - entlang der drei Routen bzw. Bahnstrecken nach Ahaus, Lubmin und Gorleben, über die noch in diesem Jahr Atommüll transportiert werden soll. Der Castor wird also bald wieder rollen. Daher hieß das Motto: "Der Castor kommt zu dir - komm ihm zuvor!" Der Protest wurde dieses Mal dezentral organisiert und zum Ausdruck gebracht. Anfang November wird dann gemeinsam im Wendland demonstriert.

Hinweis: Die Grünen bieten eine Mitfahrgelegenheit in Sonderbussen zur großen Demonstration am 06. November in Dannenberg an. Abfahrt ist um 8.00 Uhr am ZOB Hannover. Karten und weitere Infos gibt es in der Geschäftsstelle der Grünen in Hannover, Senior-Blumenberg-Gang 1, sowie unter den Telefon-Nummern (0511) 32 33 14 oder 300 88 66. Die Fahrkarten kosten 16 Euro oder ermäßigt 12 Euro.

Eindrücke von der Anti-Atom-Aktion in Rethen und Grasdorf:


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