Land vernachlässigt Klimaschutz bei Bauvorhaben im Stadtbezirk Nord

31.10.2007 - Drenske: "Hier wurde der Wille der Bevölkerung und des Bezirksrates missachtet."

Der geforderte Passivhausstandard für das "Laboratorium für Nano- und Quantenengineering" (LNQE) wurde von der Landesregierung abgelehnt. Es seien nicht genügend Finanzmittel eingeplant worden, um den Neubau unter modernen ökologischen Voraussetzungen zu errichten.

Patrick Drenske, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bezirksrat Nord, zeigte sich unzufrieden mit dieser Entscheidung: "Eine Ablehnung des Antrags aus Kostengründen leuchtet nicht ein. Geld, das heute in Wärmedämmung und Heizungsanlagen investiert wird, macht sich mit der nächsten Stadtwerke-Rechnung sofort bemerkbar. Schon in wenigen Jahren könnten die zusätzlichen Ausgaben durch Einsparungen wieder eingenommen sein und ab diesem Zeitpunkt wäre das Gebäude sogar ein Plus in der Haushaltsrechnung."

Außerdem hätte der Neubau laut Drenske ein Statussymbol für den Stadtbezirk werden können: "Die Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie ist die Zukunft unserer Gesellschaft. Dies fordern Grüne seit Jahren. Und in diesem Fall kommt sogar noch der Bildungsfaktor hinzu: Es wäre großartig, wenn angehende Naturwissenschaftler in einem Gebäude lernen könnten, welches sich auf dem neuesten Stand der Technik befindet."

"Doch das alles hat die Schwarz-Gelbe Landesregierung nicht bedacht", so Drenske weiter. "Klimaschutz ist die Lizenz zum Geld drucken."

HINTERGRUND:

Am 25.06.2007 beschloss der Bezirksrat Nord einstimmig einen Antrag der Fraktionen Bündnis 90 / Die Grünen und SPD, in dem die Verwaltung aufgefordert wird, gegenüber dem Land Niedersachsen und der Leibniz Universität darauf hinzuwirken, "[...] dass der geplante Neubau des Laboratoriums für Nano- und Quantenengineering in der Nordstadt ein Vorzeigeprojekt unter den Gesichtspunkten von Bauökologie und Klimaschutz wird."

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