Netzübernahme mit Fragezeichen
23.01.2009 - Die Grünen Isernhagen gehören nicht nur zu den Irritierten bei der Netzverpachtung an e.on-Avacon, sondern sie sind im höchsten Maße alarmiert,
weil Sie seinerzeit bei der Rekommunalisierung der Energieversorgung (Gründung der EWI), die mit dem Kauf der Netze (51%) verbunden war, kräftig mitgewirkt haben. Die Hoffnungen waren günstige Preise und Umstieg auf eine umweltfreundliche Energieversorgung.
Und nun kommt es zu einem Rollback. Statt Eigenentwicklung in die obige Richtung, weitere Bindung an einen der großen Energiekonzerne, die bundesweit für satte Profite und bei der Stromerzeugung für das Festhalten an Atomenergie und Kohle bekannt sind.
Sollte das jetzt für Isernhagen anders sein? Tritt e.on hier als karitative Organisation auf? Wir fragen:
Welche langfristigen Interessen verfolgt die e.on AG damit?
Warum stellt sie uns (EWI) kostenlos den Geschäftsführer?
Warum übernimmt sie per Pachtvertrag unsere Netze? Wie lange läuft der Pachtvertrag?
Nun zum Energiepreis. Zum Gaspreis sind wir bereits in der Diskussion.
Die aktuellen Behauptung des Geschäftsführers Tegeder, die EWI hätten günstige Strompreise halten wir zumindest für irreführend. Wie die Zeitung berichtete hatte ein Kunde ja bereits für sich eine aktuelle Preiserhöhung von 18% ermittelt. Klarheit bringt der Tarifrechner www.verivox.de [Verivox]. Gibt man für Isernhagen einen Jahres-Verbrauch von 3300 kWh für einen 3 Personen-Haushalt ein, so liegen wir im
- allgemeinen Tarif an 33. Stelle (der billigste ist 237,11 € günstiger)
- Effizient-Vertrag an 30. Stelle (der billigste ist 348,26 € günstiger)
- NaturStrom-Vertrag sogar an 64. Stelle (der billigste ist 348,26€ günstiger).
Für die letzte Kategorie liegt uns bereits ein konkretes Angebot aus Uelzen (100% Wasserkraft) mit einem Festpreis auf 2 Jahre ca. 100 € günstiger als EWI vor!
Wir hoffen in unserer Veranstaltung über die Gaspreise am 09.02. um 20:30 im Amadeus kann uns Herr Tegeder auch zu der neuen Entwicklung etwas sagen. SL











