"Sauberer Strom für die Uni, Energiewende jetzt!"
05.10.2005 - Die Fraktion der bGrünen Hochschulgruppe/b bringt auf der Sitzung des Studentischen Rates am Mittwoch, den 26. Oktober, einen Antrag zur Stromversorgung der Universität ein: 100 % AWK-frei und mindestens 50 % aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung!
StuRa-Fraktion
Der Studentische Rat möge beschließen:
"Der Studentische Rat der Universität Hannover fordert das Uni-Präsidium dazu auf, sich im Rahmen der Verhandlungen des Landes Niedersachsen um einen neuen Stromvertrag für die Landesliegenschaften ab 2006 dafür einzusetzen, dass der Anteil sauberen Stroms aus regenerativen Energien und Kraft-Wärme-Kopplung deutlich erhöht wird. Langfristig ist es unser Ziel, dass der komplette Strom der Universität regenerativ und sauber erzeugt wird.
Die konkreten Forderungen für den neuen Stromvertrag ab 2006:
- 100 % AKW-freier Strom
- 50 % des Stroms aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung."
Begründung:
Die Universität Hannover bezieht ihren Strom zur Zeit bei einer Bietergemeinschaft aus Stadtwerke Hannover AG, Avacon AG, Braunschweiger Versorgungs-AG und EWE AG zu den Bedingungen eines Vertrages zwischen dem Land Niedersachsen und dieser Bietergemeinschaft. Dieser Vertrag galt/gilt für alle Landesliegenschaften für den Zeitraum vom 1.1.2003 bis 31.12.2005. In diesem Vertrag ist bzgl. regenerativer Energien vereinbart, dass mindestens 24% der gelieferten elektrischen Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung und mindestens 7% aus regenerativen Energien stammen müssen. Derzeit ist ein neues Ausschreibungsverfahren der Oberfinanzdirektion für die Versorgung ab 1.1.2006 im Gange.
Auch wenn es erfreulich ist, dass überhaupt ein Anteil des Stroms aus Kraft-Wärme-Kopplung und regenerativen Energien stammt, so sollte dieser Anteil massiv erhöht werden. Mit der Neuaushandlung der Verträge gibt es zur Zeit eine sehr gute Chance, hierauf Einfluss zu nehmen und etwas zu bewegen. Mit diesem Antrag und über die studentischen SenatorInnen möchten wir Druck auf die Universitätsleitung ausüben, Schritte in diese Richtung zu veranlassen und ein Zeichen für die Energiewende zu setzen.
Schon jetzt sind regenerative Energien auf dem Vormarsch, ihr Anteil an der Stromerzeugung wächst. Städte wie Berlin haben ein Zeichen gesetzt und beziehen inzwischen ihren kompletten Strom aus erneuerbaren Energien. Dies ist auch ein Zeichen dafür, dass Anbieter regenerativen Stroms inzwischen auch Wettbewerb mithalten können, auch aus wirtschaftlichen Kriterien hat sich Berlin für den Anbieter entschieden, der saubere Strom war auch in dieser Hinsicht eine attraktive Alternative.
Das Studentenwerk hat in dieser Hinsicht ebenfalls bereits ein Zeichen gesetzt und bezieht nur noch AKW-freien Strom. Von Seiten der Universität gibt es eine Solarthermieanlage auf dem Dach des Gebäudes des Institutes für Organische Chemie. Wir möchten die Ambitionen in diesem Bereich deutlich ausweiten! Der Einsatz für die Energiewende findet nicht nur in fernen Parlamenten statt, sondern auch und gerade vor der eigenen Haustür!











