Seelze - Ratsentscheidungen....

02.02.2009 - ... und der Umgang damit!

Hallo Sonntag 1.2.2009

Herr Masthoff (SPD) wird in zwei Zeitungen der letzten Tage damit zitiert, dass er die vom Rat mehrheitlich getroffene Entscheidung zu Gunsten eines Stadtbaurates als Luxus bezeichnet. Dass jemand im Zusammenhang mit diesen Haushaltsausgaben das Wort Luxus verwendet und nicht einen roten Kopf bekommt, ist schwer zu glauben. Immerhin steht das Einkommen der einzustellenden Person in keinem Verhältnis zu den Ausgaben für das Wellnessbad in Höhe von rund 12 Millionen Euro, für die SPD gestimmt hat, die in voller Höhe kreditfinanziert sind und die Stadt jedes Jahr 450.000,00 Euro kosten oder für die Verlegung der B 441, für die die SPD ebenfalls gestimmt hat und die weit mehr als 10 Millionen gekostet hätte, wenn nicht u.a. die Grünen dagegen gestimmt hätten. Da hätte das Wort Luxus sicher besser gepasst. Dazu kommt weiter, dass mit der Mehrheit der Ratsmitgliedern auch der Bürgermeister diese Entscheidung gewollt, sie eingebracht und auch entsprechend votiert hat. Wenn man der Wertung des Herrn Masthoff folgen würde, dass mit der Neubesetzung den Mitarbeitern dieses Bereiches das Misstrauen seitens der Politik ausgesprochen wurde, was hat dann der Bürgermeister getan? Allein dieses beweist die Unsinnigkeit des Schlusses. Übrigens ist dieser Zusammenhang genau so abwegig wie die in der Sitzung seitens der SPD gemachte Äußerung, man brauche mehr Indianer in der Verwaltung. Indianer sind die Ureinwohner Amerikas. Vergleiche sind nicht immer glücklich. Vielleicht hätte Herr Masthoff gut daran getan, einmal über das Wort Luxus nachzudenken. Dieses ist ein lateinisches Wort und bedeutet Verschwendung, Liederlichkeit (eigentlich üppige Fruchtbarkeit )und bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über das übliche Maß ( den üblichen Standard) hinausgehen. In Seelze hat es immer einen Stadtbaurat gegeben, von Luxus kann keine Rede sein, auch nicht im Vergleich mit anderen Städten. Der Fraktion der Grünen wird noch heute - übrigens ohne Grund - der Rat gegeben, insbesondere von Mitgliedern der SPD, die Entscheidung zum Wellnessbad zu akzeptieren. Entsprechend sollten sich aber alle Politiker verhalten und Mehrheiten akzeptieren. Dann gibt es auch keinen Grund zur Politik-Verdrossenheit. Es ist besser, seine Zeit damit zu verbringen, Bürger über Entscheidungen und die Wege dahin zu informieren, als auf diese Art und Weise Entscheidungen versuchen zu torpedieren, die durch den Ratsbeschluss abschließend geregelt sind. Wir sollten alle hoffen, dass auf Grund der folgenden Ausschreibung eine Persönlichkeit gefunden wird, die durch ihre fachkompetente Leitung der Baubehörde die Ideen einbringt, die Seelze dringend benötigt und die die Verwaltungsleitung vervollständigt - zum Wohle unserer Stadt. Die Voraussetzungen dafür haben der Bürgermeister, die CDU und Bündnis90/Die Grünen geschaffen.

Hier die Zitate aus der Leinezeitung 2.2.2009:

SPD: Baurat ist Luxus Seelze. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Alexander Masthoff hat die Entscheidung des Rates, die Baudezernentenstelle neu zu besetzen, heftig kritisiert. Die Haushaltskonsolidierung werde so in ihr Gegenteil verkehrt, teilte Masthoff mit und bezeichnete die Besetzung der Stelle als Luxus. "Mit dem Beschluss wurden die Weichen nicht auf Zukunft gestellt." Den Rathausmitarbeitern habe der Rat mit seiner Entscheidung das Misstrauen ausgesprochen.rah

und im Bild Hallo Sonntag

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