SolarLokal Kirchhorst

30.04.2005 - Grüne Isernhagen sponsern Solar-Quiz!

1. Preis

"Global denken- lokal handeln" - das Motto der Umweltbewegung- war auch Ziel der Veranstaltung, die am Tag der erneuerbaren Energien (30.04.05) eine lokale Vernetzung der Kirchhorster Solarstromanlagen zum Ziel hatte. Global, nämlich bundesweit, findet die Vernetzung auf der Internetseite:

www.solarlokal.de/

statt. Wie die Schirmherrin Ortsbürgermeisterin Dr. Renate Vogelgesang und Initiator Siegfried Lemke mit einigem Stolz bemerkten, ist nun der Isernhagener Ortsteil Kirchhorst als erster in der Region Hannover dort vertreten.

Ebenso erfreulich wurde die Beteiligung der örtlichen Betreiber empfunden: 7 von 10 Solaranlagen hatten ein Schild mit ihren Anlagendaten herausgehängt, einige von ihnen waren auch persönlich auskunftsbereit. Davon wurde allerdings wenig Gebrauch gemacht. Trotzdem musste der Hauptgewinn der Solarrallye unter den richtigen Lösungen ausgelost werden. Diese Auswertung fand unter der Aufsicht der Schirmherrin statt, die auch den Hauptgewinn (eine Berlinreise für 2 Personen auf Einladung von Grünen-MdB Silke Stokar) an die Gewinnerin Heide Zietz übergab.

Das Ergebnis der zusammenführten Kirchhorster Photovoltaik-Anlagen kann sich sehen lassen: Die genannten 7 Anlagen haben von Januar bis April 3685 Kilowattstunden produziert, d.h. in dieser sonnenschwachen Zeit etwa den durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch eines 3-Personenhaushaltes. Auch die Umweltbilanz ist beachtlich: 920 Liter Heizöl, das entspricht 1106 Kubikmeter Erdgas oder 1,4 T Stein- bzw. 4,4 T Braunkohle die erspart, weil sie im Kraftwerk nicht verbrannt wurden. Ebenso die dadurch nicht freigesetzten Emissionen: fast 4 T Kohlendioxid, 202 kg Flugasche, 25 kg Schwefeldioxid, 18 kg Stickoxide bezogen auf die Stromproduktion in einem Kohlekraftwerk vom Typ Mehrum.

Ein erster Leistungsvergleich der örtlichen Anlagen wurde im Wettbewerb möglich: Die 7 beteiligten PV-Anlagen produzierten umgerechnet auf eine Durchschnittsanlage mit der Leistung von 1 Kilowatt Spitzenwert (kWp) eine Energiemenge von rund 220 Kilowattstunden (kWh) mit einem Streubereich von 145 bis 251 kWh. Entscheidend für den Vorsprung der besten Anlage war nicht ihre Größe, sondern die Ausrichtung zur Sonne.

Um solche technisch- wirtschaftlichen Fragen ging es auch in dem Teil der Veranstaltung, den Familie Lemke mit ihren drei Solaranlagen den Besuchern präsentierten: eine thermische Anlage, die seit 1985 in Betrieb ist, und 2 Solarstromanlagen aus den Baujahren 1991 und 2001. Das Beratungsangebot wurde von örtlichen und auch überörtlichen Bauherren bzw. Hausbesitzerinnen (Langenhagen und Wedemark) wahrgenommen, die mit gezielten Fragen kamen. Nur Schade für die Helfer vom Kiran Kinderhauses Nepal , dass ihr Angebot (Informationen , Essen und Trinken) wegen des fehlenden Massenansturm nicht so stark in frequentiert wurde.

Insgesamt ist das Fazit aller Beteiligten wegen der intensiven Gespräche positiv - und wie die Ortsbürgermeisterin zum Abschluß bemerkte, die Aktion wird weiter wirken: Sie will sich als Ratsmitglied für die Teilnahme der gesamten Gemeinde an der Aktion "SolarLokal" einsetzen.

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