Wo in Döhren Häuser für Solarenergie geeignet sind

06.12.2011 - Grüne begrüßen neuen Solaratlas der Klimaschutzleitstelle

Döhrens älteste, netzeinspeisende Photovoltaikanlage hat in der Querstraße 31 seit 2002 über 13.000 Kilowattstunden Solarstrom produziert. Foto: Björn Johnsen

Seit kurzem kann der Bürger schnell per Mausklick sehen, inwieweit sein Wohnhaus in Hannover für die Nutzung von Solarenergie geeignet ist. Die Klimaleitstelle der Landeshauptstadt hat einen Solaratlas ins Internet gestellt, der für jedes Haus im Stadtgebiet anzeigt, ob dieses für Solarwärme oder Solarstromerzeugung (Photovoltaik) gut zu nutzen ist. Als „sehr gut“ gelten dort unverschattete Gebäude mit direkter Südausrichtung. Informationen hierzu sind bei Klimaschutzleitstelle (Prinzenstr. 4, 30159 Hannover, Tel. 0511/168-46594, Fax -43689, Mail: 67.11@hannover-stadt.de) erhältlich, kostenlose Renditeberechnungen gibt’s zudem beim Bundesverband Solarwirtschaft (www.solarwirtschaft.de ). Die Grünen begrüßen das neue Angebot der Stadt, das auf Initiative der Umweltpartei zurückgeht. Derzeit befinden sich rund 550 Photovoltaikanlagen mit rund 60.000 Quadratmetern Modulfläche am Netz, bis 2020 soll die Fläche nach den Vorstellungen der Grünen um das 16fache auf dann eine Million Quadratmeter Solarfläche steigen und so den Strombedarf von 72.000 Einwohnern decken.

Auch im Stadtbezirk Döhren-Wülfel ist das ermittelte Solarenergiepotenzial sehr hoch. In Waldheim bieten sich hierfür laut Solaratlas vor allem Häuser in den Querstraßen mit Süd-Dachflächen an wie die Wolf-, Roßkamp- oder Teile der Ottostraße. In Waldhausen zeigen Straßenzüge wie die Brandesstraße oder Grazer Straße ein ähnliches Potenzial. In Döhren südlich der Eisenbahnstrecke sind nahezu alle Häuser gut bis sehr gut für Photovoltaik oder Solarthermie geeignet. Ein ähnliches Bild gibt es in Wülfel, wo vor allem die großen Gewerbekomplexe Eisenbahnstraße, Behnstraße oder am Brabrinke hierfür ins Auge fallen. Je nach Errichtungskosten erwirtschaften Photovoltaikanlagen derzeit eine Jahresrendite zwischen vier und fünf Prozent „In Deutschland sind derzeit rund eine Million Photovoltaikanlagen installiert“, sagt der grüne Stadtteilgruppensprecher Björn Johnsen. „Sie tragen mit einer Leistung von rund 22 Gigawatt etwa drei Prozent des Stromverbrauchs. Bis zum Jahr 2020 kann der Photovoltaikanteil auf gut zehn Prozent steigen und zusammen mit dann rund 25 Prozent Windstromanteil das Kernstück einer alternativen Stromerzeugung jenseits von Kohle und Atom bilden“.

Björn Johnsen, Sprecher Bündnis 90/Die Grünen, Stadtteilgruppe Hannover-Döhren


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