CDU-Zickzackkurs beim Nahverkehr stellt Klimaschutz in Frage - Kürzungsaufforderung an das Land ist unverantwortlich

29.03.2010 - "Die Aufforderung der Regions-CDU an das Land, der Region Hannover notwendige Gelder vorzuenthalten, ist eine unverantwortliche Liebedienerei", so Raoul Schmidt-Lamontain, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Regionsversammlung.

"Als ob das nicht schon genug wäre, zeigt die CDU mit der Forderung nach drastischen Kürzungen im Nahverkehr auch, was von dem grünen Mäntelchen zu halten ist, mit dem sie sich so gerne schmückt", so Schmidt-Lamontain. Noch vor zehn Monaten habe die CDU zum Klimaschutzrahmenprogramm der Region richtigerweise den Ausbau des Nahverkehrs sowie ein flächendeckendes attraktives Angebot gefordert. Dem folge nun die Kehrtwende.

"Wir brauchen mehr Fahrgäste in Bussen und Bahnen, nicht weniger, um die Klimaschutzziele zu erreichen", so Schmidt-Lamontain. Zwar gebe es auch Verbindungen, auf denen wegen geringer Nachfrage nur ein Grundangebot vorgehalten werden könne. Insgesamt sei es der Region jedoch bisher gelungen, einen äußerst attraktiven Nahverkehr anzubieten. "Der hohen Qualität ist es zu verdanken, dass die Nachfrage beständig wächst."

Hintergrund:

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Eberhard Wicke hat Regionspräsident Hauke Jagau gegenüber der Presse zu deutlichen Streichungen im Nahverkehrsangebot aufgefordert und seine Hoffnung geäußert, dass das Land der Region künftig weniger Geld zur Verfügung stellt.

In den vergangenen Jahren ist vom Land nur ein kleinerer Teil der entfallenen Regionalisierungsmittel ausgeglichen worden. Der Zahlung war jeweils eine monatelange Unsicherheit vorausgegangen.

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