Museums-Aufsichtspersonal/Stadtteilbibliotheken

22.01.2004 - Änderungsantrag der SPD-Fraktion und Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zu Drucks. Nr. 2669/2003 (HK V),

Änderungsantrag

1. zu Dez. IV OE 41 [] Kestner Museum und Historisches Museum (Bogen-Nr. 185 und 186) Die Verwaltung wird beauftragt, Senior-StudentInnen vom Historischen Institut der Universität Hannover für die ehrenamtliche Mitarbeit in den beiden Häusern zu akquirieren. Die Senior-StudentInnen könnten ggf. die von der Verwaltung vorgeschlagenen zusätzlichen Schließungszeiten bzw. die vorgeschlagene Reduzierung des Aufsichtspersonals mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen kompensieren. Die besonderen rechtlichen Voraussetzungen sind dabei zu prüfen.

2. zu Dez. IV [] OE 42.22 [] Stadtteilbibliotheken (Bogen-Nr. 204 c) Die Verwaltung wird beauftragt ein Konzept zu erarbeiten, die Ortsteilbibliotheken Vinnhorst und Wettbergen an die GS Vinnhorst bzw. die GS Wettbergen anzugliedern und eine logistische Partnerschaft mit den jeweiligen Stadtteilbibliotheken aufzubauen.

3. zu Dez. IV [] OE 42.22 [] Stadtteilbibliotheken (Bogen-Nr. 204 f) Die Verwaltung wird beauftragt, Kompensationsmöglichkeiten für die für 2007 geplante Schließung der Stadtteilbibliothek Mittelfeld zu erarbeiten, die auch in Zukunft öffentliche Leseangebote im Stadtteil Mittelfeld sicherstellen.

Es soll auch geprüft werden, ob im Zusammenhang mit dem Programm []Soziale Stadt[] in Mittelfeld von den Quartiersmanagern ein Projekt entwickelt werden kann, das unterschiedliche Lesezugangsmöglichkeiten im Stadtteil langfristig gewährleistet.

4. zu Dez. IV [] OE 42.22 [] Stadtteilbibliotheken (Bogen-Nr. 204 d) Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob unter modifizierten Bedingungen das Bücherbusangebot aufrechterhalten bzw. neu eingerichtet werden kann. Dabei sollen die in der Begründung genannten Überlegungen Berücksichtigung finden.

Begründung

Zu 1.: Am Historischen Seminar der Uni Hannover studiert eine Vielzahl von älteren Menschen im sog. Seniorenstudium Geschichte. Diese Menschen sind aufgrund ihrer Renteneinkünfte nicht auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen und verfügen über ein gutes historisches Fachwissen. Dieses Wissen könnten sie ihm Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit in den beiden o.g. Häusern als Fachaufsichtskräfte unter []Beweis[] stellen. Unter Umständen könnten damit die drohenden zusätzlichen Schließungszeiten aufgefangen werden.

Zu 2. und 3.: Die Verwaltung soll prüfen, ob alternative Möglichkeiten angeboten werden können.

Zu 4.: In Büchern Stöbern- und Schmökern können ist gerade für Kinder und Jugendliche wichtig. Dafür sind keine stationären Büchereien nötig. Ein Bücherbus jede Woche oder alle zwei Wochen reichen aus, sind u. U. sogar attraktiver als Büchereigebäude. Es müssen keine neuen Busse gekauft werden. Evtl. können alte Polizei-, Gefängnis- oder Üstrabusse akquiriert werden. Man kann diese umbauen in Form eines Ausbildungs- und Beschäftigungsprojekts, z.B. in der üstra-Ausbildungswerkstatt. Bücherbusse könnten nebenbei andere Dienstleistungen vor Ort anbieten, z.B. Briefmarken verkaufen (Stichwort []Rollende Post[]), und damit defizitäre Infrastrukturen in einzelnen Stadtteilen kompensieren und gleichzeitig zusätzliche Einnahmen erwirtschaften. Für ein Projekt Bücherbus könnten finanzielle Mittel bei Stiftungen, z.B. Stiftung Lesen, Soziale Stadt oder auch Landes- oder EU-Mittel akquiriert werden.

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