Seelze - Hallengebühren

09.12.2009 - Wahlgeschenke werfen ihre schlechten Schatten voraus!

Es gibt seit Monaten eine Antrag unserer Fraktion für in unseren Augen gerechte, für Beteiligte bezahlbare und verwaltungstechnisch sinnvolle Hallennutzungegebühren. Der Antrag ist in der Schublade gelandet - weil er nicht bei möglichen Fördermitteln stören sollte. Die Fördermittel fließen nicht. Der Antrag ist dort verblieben. Er steht noch nicht einmal auf der Tagesordnung der nächsten Ratssitzung - dafür aber ein GEMEINSAMER Antrag der CDU und der opositionellen SPD, die Hallengebühren abzuschaffen.

Wenn dieser Antrag so eine Mehrheit findet - und das ist ja zu befürchten, dann hat dieses eine weitere Folge: Die an Vereine übergebenen Dorfgemeinschaftshäuser benötigen erhöhte Zuschüsse, denn nun können auch diese Betreiber keine Gebühren mehr nehmen. Es ist also ein doppelter Griff in die leeren Taschen der Stadt Seelze! Die Stadt nimmt daher ca. 30.000 Euro weniger ein und muss mindestens diesen Betrag auch noch einmal an die Vereine abführen.

Aber sagen wir doch einmal, was von den Hallengebühren bezahlt werden soll: Wenn ein Nutzer das Licht in der Halle etc. einschaltet, auf der Toilette die Wasserspülung benutzt, so soll er zu einem Teil an diesen Kosten beteiligt werden und nicht jeder Bürger der Stadt. Das soll nach Meinung der Antragsteller ungerecht sein.

Da wir in Seelze ja so aus dem Vollen schöpfen, sollten wir schnell über eine Abschaffung der Kita-Gebühren, der Hundesteuer, der Grundbesitzabgaben, der Gewerbesteuer nachdenken! In Fortsetzung der vorgestellten Denkungsweise ist dieses dann also gerechter! Und da die Schulden der Stadt ohnehin bereits nicht nur bis zum Hals sondern über den Haarschopf hinaus stehen - kommt es auf diese Kleinigkeiten auch nicht mehr an.

Wir sind hier etwas provokant geworden, aber anders kann man mit dieser Politik wohl nicht mehr umgehen. Wie soll ein Seelzer das verstehen?

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