Grüne unterstützen Forderungen zum Equal Pay Day

19.03.2009 - Westphely: "Die Stadtverwaltung Hannover steht gut da!"

Equal Pay Day

Frauen erhalten immer noch weniger Lohn als Männer: Rund 22 % beträgt bundesweit der Unterschied, 33 % gar bei Frauen in Führungspositionen. Deutschland gehört mit dieser Gehaltskluft im Vergleich zu anderen EU-Ländern zu den Schlusslichtern (EU-Durchschnitt: 15 %).

Mit einer Anfrage der Grünen Ratsfraktion in der heutigen Ratssitzung sollte die Situation zur Lohnungleichheit in der hannoverschen Stadtverwaltung beleuchtet werden.

Das Ergebnis war erfreulich: "Die Stadtverwaltung hebt sich im Vergleich zum Bundesdurchschnitt positiv ab. Die Differenz zwischen den Löhnen von Frauen und Männern beträgt 10,85 %. Das ist relativ gesehen ein sehr gutes Ergebnis und sicherlich nicht zuletzt den städtischen Richtlinien zur Gleichstellung von Frauen und Männern gedankt", stellt Maaret Westphely, gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, fest.

Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt trotzdem die Forderungen der Personalräte und der Örtlichen Frauenbeauftragten in der hannoverschen Stadtverwaltung für eine geschlechtergerechte Bezahlung. "10,85 % sind nicht 0 %, deshalb gibt es noch einiges zu tun wie die Änderung von Arbeitsplatzbeschreibungen und deren Bewertung", ergänzt Westphely.

"Das Beispiel Stadtverwaltung Hannover zeigt, dass ein Gleichstellungsgesetz greifen kann, deshalb fordern wir es nachdrücklich ebenso für die private Wirtschaft. Da führt kein Weg vorbei", verlangt Westphely.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, findet am morgigen Freitag, 20.03.2009, 12:00 Uhr eine Veranstaltung zum Equal Pay Day auf dem Opernplatz statt. Neben einigen prominenten Rednerinnen wird auch Maaret Westphely, Grüne Direktkandidatin für den Bundestag im Wahlkreis 43 (Stadt Hannover II) eine Rede zur Lohn(un)gleichheit halten.

Hintergrund:

Am 20.März 2009 wird in Deutschland der Equal Pay Day begangen. Der Equal Pay Day wurde in den USA ins Leben gerufen. Das Datum ist bewusst gewählt, weil erst am 20. März die Frauen in Deutschland in etwa das verdient haben, was Männer bereits am 31.12. des Vorjahres in der Tasche haben.

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