Rot-Grüner Antrag: Frauenförderung in Betrieben mit städtischer Beteiligung

20.02.2012 - Die Erhöhung des Frauenanteils in Unternehmen mit städtischer Beteiligung, insbesondere auf den verschiedenen Führungsebenen, ist das Ziel der Landeshauptstadt Hannover.

Sabine Nolte-Vogt

zu beschließen:

1. die Erhöhung des Frauenanteils in Unternehmen mit städtischer Beteiligung, insbesondere auf den verschiedenen Führungsebenen, ist Ziel der Landeshauptstadt Hannover.

2. Rat und Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover verpflichten sich, im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten, auf die Erreichung des Zieles hinzuwirken.

3. die differenzierte Darstellung des Frauenanteils der einzelnen Unternehmen (insgesamt und auf den unterschiedlichen Führungsebenen) wird jährlich im Beteiligungsbericht der Stadt Hannover aufgenommen.

Zur Umsetzung dieses Antrages wird dem Gleichstellungsausschuss jährlich ein Bericht vorgelegt.

Begründung:

Die Bestandsaufnahme zum Thema Frauenförderung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Betrieben mit städtischer Beteiligung (DS 1111/2011) hat gezeigt, dass es Handlungsbedarf gibt, den Frauenanteil in den Betrieben, insbesondere auf den Führungsebenen zu erhöhen. Die Anhörung im Gleichstellungsausschuss „Frauen in Führungspositionen“ hat diesen Eindruck verstärkt. Das Erreichen einer Quote von 40 Prozent Frauen in den ersten Führungsebenen steht in den städtischen Betrieben derzeit außer Frage. Deswegen müssen geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Diese können am besten in den einzelnen Unternehmen unter Berücksichtigung der jeweiligen Besonderheiten und Erfordernisse entwickelt werden. Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Eltern sind ein Baustein in diesem Kontext, ein anderer die Ermöglichung von Pflegezeiten für Angehörige. Die Entwicklung des Frauen- und Männeranteils soll zukünftig im Beteiligungsbericht der Stadt Hannover langfristig sichtbar werden und der Aspekt der Frauenförderung im Rahmen der Mandatsbetreuung durch das Beteiligungsmanagement den zuständigen politischen VertreterInnen näher gebracht werden, um die Entwicklung längerfristig begleiten zu können.

Christine Kastning, Fraktionsvorsitzende Lothar Schlieckau, Fraktionsvorsitzender

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