Bertha-von-Suttner-Platz: GRÜNEN-Aktion zeigt Bürgernähe

03.07.2008 - GRÜNE: Jetzt müssen mal die Kinder zu ihrem Recht kommen

In einer gemeinsamen Aktion haben sich Mitglieder der Bezirksratsfraktion und der Stadtteilgruppe der GRÜNEN in Südstadt-Bult die Meinung der BürgerInnen zur Gestaltung des Grünstreifens auf der nördlichen Seite der Straße Bertha-von-Suttner-Platz zwischen Kreisverkehr und Stresemannallee angehört. Nachdem die Verwaltung in einer der letzten Bezirksratssitzungen drei Gestaltungsvarianten vorgestellt hatte, waren die Grünen vor Ort und haben auf dem Spielplatz die Varianten vorgestellt und mit den BürgerInnen diskutiert. Der Fraktionsvorsitzende Stephan Beins sagte: "Wir haben die BürgerInnen in unsere Entscheidung miteinbezogen, weil sich hier sehr unterschiedliche Interessen der AutofahrerInnen und SpielplatznutzerInnen gegenüber stehen und wir sicher gehen wollten, dass wir die Meinung der Menschen im Viertel richtig erfassen und vertreten."

Im Ergebnis habe sich die Mehrheit für die Variante 3 ausgesprochen, für die sich die GRÜNEN nun stark machen würden, sagte Bezirksratsfrau Carola Walther-Opitz. Diese Variante bietet 18 Stellplätze längs zur Straße - alle auf der Südseite. Die der Grünfläche zugewandte Nordseite bekäme eine so genannte wassergebundene Decke ähnlich dem Weg entlang des Maschsees am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer. Diese Lösung wäre mit Kosten in Höhe von 13.000 Euro in der Grundform mit Abstand die günstigste. Die Mittellösung würde 11 Parkplätze mehr bieten, wäre dafür aber um 62.000 Euro teurer. Variante 3 wurde bereits im Vorfeld der Grünen-Aktion von ca. 400 AnwohnerInnen mit Unterschriften unterstützt. Die nördliche Straßenseite könne nach Vorstellungen der Grünen durch eingefasste Blumenbeete, Büsche und Bäume ansprechend gestaltet und mit Fahrradständern und einer doppelten Bordsteinkante gegen Falschparker gesichert werden.

"Diese Gestaltung würde den Bedürfnissen vieler gesellschaftlicher Gruppen und insbesondere der Kinder Rechnung tragen", sagte Stephan Beins. Neben den geringen Kosten seien nach dem Eindruck von Carola Walther-Opitz vor allem die Nutzbarkeit des Spielplatzes und der Erhalt des Charakters der Grünfläche als grüne Insel entscheidende Kriterien der Befragten gewesen. "Durch parkende Autos auf der Straßennordseite würde nicht nur der Zugang zum Spielplatz und der Blick auf die Grünfläche verstellt werden, sondern es ginge auch die Wirkung dieser Fläche als Platz nach außen verloren", erläuterte Walter-Opitz. Stephan Beins ergänzte: "Parkplätze haben an dieser Stelle für uns keine Priorität, denn in den letzten Monaten sind in der Stresemannallee, im Kreisel am Bertha-von-Suttner-Platz und in der Mendelssohnstraße bereits zahlreiche zusätzliche Parkplätze geschaffen worden. Jetzt müssen mal die Kinder zu ihrem Recht kommen."

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