Den "Blauen Brief" zur Chance machen

23.05.2007 - Regionsgrüne regen Osterferiencamp 2008 für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen und Schulen für Lernhilfe an Der jugendpolitische Sprecher Raoul Schmidt-Lamontain und der schulpolitische Sprecher Heinz Strassmann der Regionsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchten so zahlreichen Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassenstufe eine konkrete Hilfe für ihr schulisches und berufliches Weiterkommen geben.

Regionsgrüne regen Osterferiencamp 2008 für versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler von Hauptschulen und Schulen für Lernhilfe an Der jugendpolitische Sprecher Raoul Schmidt-Lamontain und der schulpolitische Sprecher Heinz Strassmann der Regionsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen möchten so zahlreichen Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassenstufe eine konkrete Hilfe für ihr schulisches und berufliches Weiterkommen geben.

Nach Vorstellung von Strassmann sollen zunächst (d.h. im Jahr 2008) 100 - 150 Schülerinnen und Schüler teilnehmen können. "Bei geschätzt bis zu 500 blauen Briefen in den genannten Schulformen und in der achten Klasse, keine unrealistische Größenordnung", so der schulpolitische Sprecher der Grünen in der Region. Nach ersten Kalkulationen würde ein solches Camp, je nach Größe, zwischen 60.000 und 90.000 Euro an Kosten verursachen. "Angesichts der massiven gesellschaftlichen Probleme die durch mehr und mehr Jugendliche ohne Hauptschulabschluss entstehen, eine vertretbare Investition und vor allem auch ein sinnvolles Präventionsprojekt", so Schmidt-Lamontain, jugendpolitischer Sprecher. Aus Sicht der Grünen soll neben den Lerninhalten auch die Förderung sozialer Kompetenzen eine wichtige Rolle spielen. Auf dem Programm werden neben täglichem gezielten Unterricht in Kleingruppen auch erlebnispädagogische Elemente und gruppendynamische Übungen verpflichtend stehen. Schmidt-Lamontain dazu: " Wir bieten den Jugendlichen eine verbesserte Chance die Versetzung in die neunte Klasse zu erreichen und erwarten dafür die Bereitschaft, für 14 Tage in einer Gemeinschaft zu leben und dafür zu investieren." Das ist durchaus wörtlich gemeint, denn gänzlich kostenlos soll das Camp für die Jugendlichen nicht sein. "Zwischen 50 und 75 Euro Eigenbeitrag müssen schon sein, denn was nichts kostet, wird häufig auch nicht gewürdigt", erläutert Schmidt-Lamontain den Eigenbeitrag. Damit den Einzelnen die Besonderheit des Angebots deutlich wird, sollte nach Ansicht Strassmanns der Ort für das Camp außerhalb der Region Hannover liegen: "Das regionseigene Schullandheim in Torfhaus (115 Betten) wäre gut geeignet für ein solches Vorhaben."

Als mögliche Partner für die Durchführung eines "so ehrgeizigen Projektes" kämen der Regionsjugendring, als erfahrene Dachorganisation für die Veranstaltung von Ferienfreizeiten, sowie LehramtsstudentInnen der Universität Hannover als lehrende Honorarkräfte in Betracht. "Wir wünschen uns natürlich auch, dass das Land Niedersachsen als Verantwortlicher für Bildungspolitik, eine solche Eigeninitiative einer kommunalen Gebietskörperschaft unterstütz", so Strassmann abschließend.

Damit ein solches Lerncamp schon 2008 Realität wird, sind schnelle Entscheidungen erforderlich. Möglichst im nächsten Jugendhilfeausschuss der Region am 26. Juni möchten die Grünen das Projekt, dann gemeinsam mit dem Koalitionspartner SPD, auf den Weg bringen.

Hintergrund:

In den Osterferien 2007 fanden im Land Hessen, dort allerdings auf Initiative der CDU Landesregierung, mehrere Lerncamps statt.

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