Eine Schule für Alle

17.06.2010 - Die Regionsversammlung am 22. Juni 2010 beschließt über eine Forderung an die Niedersächsische Landesregierung, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für ein inklusives Schulsystem zu schaffen.

Resolution

An die Niedersächsische Landesregierung
Eine Schule für alle

Die Regionsversammlung fordert die Niedersächsische Landesregierung auf, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Einführung einer inklusiven Beschulung aller Schulformen zu schaffen. Darüber hinaus fordert die Regionsversammlung die Landesregierung auf, ein verbindliches Programm des Landes aufzulegen in dem sie Schritte zur Umsetzung der inklusiven Bildung in Niedersachsen formuliert und der finanzielle, personelle wie auch zeitliche Rahmen hierfür festgesetzt wird.

Begründung:
Seit Jahrzehnten setzen sich Eltern von Kindern mit Behinderungen dafür ein, dass deren Zugehörigkeit zur Gesellschaft anerkannt und ihnen die volle Teilhabe ermöglicht wird. Am 30. März 2007 hat die Bundesregierung die im Dezember 2006 verabschiedete "Convention on the Rights of Persons with Disabilities" unterzeichnet. Der Bundesrat und der Bundestag haben im November und Dezember 2008 der Konvention per Gesetz zugestimmt. Mit dieser Ratifizierung ist seit dem 1. Januar 2009 ein Rechtsanspruch für Kinder mit Behinderungen entstanden, an regulären Schulen unterrichtet zu werden. Mit dieser Ratifizierung ist das Land Niedersachsen die Verpflichtung eingegangen, die inklusive Bildung deutlich voranzubringen.

Doch bis heute hat die niedersächsische Landesregierung keine Initiative gezeigt, den Vorrang der gemeinsamen Beschulung behinderter und nicht behinderter Kinder im Niedersächsischen Schulgesetz zu verankern. Zudem steht das Wahlrecht der Eltern als verbindlicher Rechtsanspruch auf die gemeinsame Beschulung ihres Kindes immer noch unter dem Vorbehalt, dass die personellen, sächlichen oder organisatorischen Voraussetzungen für einen Regelschulbesuch vorliegen müssen. Dieser Vorbehalt ist die Grundlage dafür, dass derzeit noch viele Schulen behinderte Kinder ablehnen können. Um das geforderte Prinzip einer gemeinsamen Bildung für Kinder mit Behinderungen und für Kinder ohne Behinderungen zu gewährleisten, hat die Niedersächsische Landesregierung dafür Sorge zu tragen, dass diese Ungleichbehandlung beendet wird.

Aufgrund der geänderten Rechtslage ist die Region Hannover als Schulträgerin gehalten, neue Ansätze zur Beschulung von behinderten und nicht behinderten Kindern zu entwickeln und ein geeignetes Konzept zur Einführung von inklusiven Schulformen zu erarbeiten. Dafür müssen die gesetzlichen Grundlagen durch die Niedersächsische Landesregierung gesetzt werden. Nur so kann die Region Hannover an der Umsetzung des gesellschaftlichen Zieles "eine Schule für alle" kontinuierlich arbeiten.

Weitere Meldungen

GRÜNE begrüßen Einigung im Konflikt um die Boehringer-Ansiedlung

Dette und Drenske: „Mit dem gerichtlichen Vergleich wird die absolute Priorität der Sicherheit und Transparenz für die Bevölkerung beim Betrieb des Tierimpfstoffzentrums betont!“ Mehr

Stadtbezirk Bothfeld-Vahrenheide

Für die nächste Sitzung des Stadtbezirksrats am 31.05.2012 hat die GRÜNE-Fraktion eine Anfrage und drei Anträge eingereicht. Mehr

Niederflur ist wirtschaftlicher und barrierefreier!

Niederflurbahn in Blackpool Wir stehen vor einer zukunftsweisenden Entscheidung: Wie soll unser Personennahverkehr in den nächsten 30 Jahren aussehen? Mehr

Topmeldungen auf www.gruene-hannover.de

Niederflurbahn in Blackpool

Niederflur ist wirtschaftlicher und barrierefreier!

20.05.2012 Wir stehen vor einer zukunftsweisenden Entscheidung: Wie soll unser Personennahverkehr in den nächsten 30 Jahren aussehen? Mehr >>

Der neue Vorstand des Grünen Stadtverbands Hannover (v.l.n.r.: Barbara David, Tobias Leverenz, Friederike Kämpfe, Mareike Rehl / nicht im Bild: Daniel Gardemin)

Grüne Hannover wählen neuen Vorstand

10.05.2012 Friederike Kämpfe und Tobias Leverenz sind das neue Vorsitzenden-Team des grünen Stadtverbandes Mehr >>

oben, v.l.n.r.: Regina Asendorf, Thomas Schremmer, Belit Onay, unten: Maaret Westphely

Grüne nominieren LandtagskandidatInnen 2013

26.04.2012 Votenvergabe für aussichtsreiche Listenplätze Mehr >>

Grüne DirektandidatInnen (v.l.n.r.): Eva-Maria Hartmann, Katrin Langensiepen, Belit Onay, Thomas Schremmer und Maaret Westphely (Foto Björn Johnsen)

Hannovers Grüne wählen DirektkandidatInnen für die Landtagswahl 2013

19.04.2012 Kämpfe: Hannovers Grüne sind bereit, mit einem engagierten Team gegen schwarz-gelb anzutreten Mehr >>

Fukushima gedenken!

06.03.2012 Grüne Hannover rufen zur Beteiligung an der Großdemonstration in Hannover auf Mehr >>

Gruppenbild des neue gewählten Regionsvorstands

Regionsgrüne wählen neuen Vorstand

25.02.2012 Klawunde und Hagenah stimmen auf den Wechsel im Landtag ein Mehr >>