Grüne befürworten geplantes Familienzentrum in Rethen

30.03.2010 - Die Laatzener Grünen haben sich klar für das geplante Familienzentrum in Rethen ausgesprochen. Die grünen MandatsträgerInnen in Stadt- und Ortsrat sind überzeugt vom Konzept. Die Vorteile überwiegen. Die Vorbehalte dagegen werden von den Grünen überwiegend nicht geteilt. Die Kosten sind zwar hoch, aber gut begründet. Das Geld wird sinnvoll und nachhaltig investiert. Ökologische Aspekte werden berücksichtigt.

In mehreren Sitzungen und Veranstaltungen wurde zuletzt leidenschaftlich über das geplante Familienzentrum in Rethen gestritten. Der Ortsrat Rethen tagte gemeinsam mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung in der Grundschule in Rethen, und kürzlich gab es eine Informationsveranstaltung der Stadt Laatzen mit Beteiligung von BürgerInnen im Seniorentreff in Rethen. Die Argumente pro und contra Familienzentrum sind inzwischen bekannt und hinlänglich ausgetauscht. Aus Sicht der Laatzener Grünen ist das Familienzentrum mit Kindertagesstätte und Generationentreff - so wie es geplant ist - ganz eindeutig zu befürworten.

Rita Klindworth-Budny, die im Ortsrat Rethen für den Bau des Familienzentrums stimmte, begründet dies folgendermaßen:

"Als Vertreterin von Bündnis 90/Die Grünen im Ortsrat Rethen befürworte ich den Bau einer Kita mit Familienzentrum in Rethen. Um den Bedarf vor allem von Krippenplätzen in Rethen decken zu können, ist es nötig neue Plätze zu schaffen. Denn wir müssen dafür sorgen, dass Eltern mit kleinen Kindern, die ab 2013 Anspruch auf einen Krippenplatz haben, entsprechende Angebote vorfinden. Auch Kita-Plätze werden für Rethen benötigt.

Die Verbindung mit einem Familienzentrum ist sinnvoll. In heutiger Zeit ist es nötig, jungen Eltern einen Raum zu bieten, in dem sie Gesprächs- und Beratungsmöglichkeiten in Erziehungsfragen finden. Auch Angebote für Eltern-Kind-Gruppen werden in einem Familienzentrum möglich sein.

Generationsübergreifende Projekte können in einem Familienzentrum angeboten werden. Dies ist in heutiger Zeit sehr wichtig, um den Zusammenhalt der Generationen zu fördern und dem einseitigen Engagement einzelner Altersgruppen nur für eigene Interessen entgegenzuwirken.

Es bleibt zu hoffen, dass sich viele Gruppen und Institutionen an der inhaltlichen Gestaltung des Familienzentrums beteiligen werden, um sinnvolle Angebote für die Rethener Bürger zu schaffen, und dass diese die entsprechenden Angebote auch gern annehmen werden."

Britt Wischhusen, Vorsitzende des Ortsverbandes Laatzen von Bündnis 90/Die Grünen und selbst Erzieherin und Sozialpädagogin, hält die vorgesehene Gruppengröße in der Kita nicht für sinnvoll und wünscht sich kleinere Gruppen im Interesse der Kinder - selbst wenn dies die Personalkosten noch erhöhen würde.

Wolfgang Zingler, Ratsmitglied der Grünen und stellvertretender Bürgermeister von Laatzen, begrüßt ausdrücklich, dass das Familienzentrum in Rethen in Passivhausstandard gebaut werden soll. Außerdem würden hochwertige Materialien verwendet und ökologische Aspekte berücksichtigt. Das Geld, das die Stadt Laatzen hier in die Hand nehme, sei gut angelegt und werde in die Zukunft der Kinder investiert.

Einrichtungen wie das Mehrgenerationenhaus in Pattensen mit ihrem umfangreichen Angebot sowie der Kombination von Betreuung, Bildung und Beratung können als Vorbild dienen. Ein Bedarf für eine solche Einrichtung ist jedenfalls auch in Laatzen offensichtlich da. Jetzt muss es darum gehen, dieses Familienzentrum als Chance zu begreifen und die vielen Vorteile in den Vordergrund zu stellen.

Dass sich Laatzen solche "paradiesischen Zustände", wie sie durch das geplante Familienzentrum geschaffen würden, nicht leisten könne - wie aus den Reihen der Laatzener FDP zu hören war -, bestreiten die Grünen energisch. Das vorgesehene Konzept ist zeitgemäß und zukunftsorientiert. Daher wird es von Ratsfraktion und Ortsverband begrüßt und unterstützt. Und die Grünen lehnen es auch ab, eine zunehmend als rückwärtsgewandt empfundene Debatte über den Standort des Neubaus weiterzuführen. Es gilt jetzt, das Konzept umzusetzen, damit 2011 mit dem Bau begonnen werden kann.

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