Grüne würdigen das Engagement der Elterinitiativen in Hannover

12.01.2010 - Wagemann: "Spitzengespräche zwischen Verwaltung und Politik sind in der neuen Situation notwendig."

"Das politische Ziel einer 40 %igen Versorgungsquote bis 2013 gemäß unserer rot-grünen Vorgaben ist ein finanzieller Kraftakt, der eine entsprechende Mitfinanzierung durch Bund und Land erfordert. Wenn es aber um die Bedarfe der Eltern geht, waren wir uns bereits zu Beginn der Planungen mit der SPD einig, dass zur Deckung der Bedarfe eine höhere Zielzahl von mindestens 45 % wünschenswert ist," so die jugendpolitische Sprecherin der Grünen.

Um 40 % bis 2013 zu erreichen, nimmt die Stadt viel Geld in die Hand und Verwaltung legt sich richtig ins Zeug. Trägerverbände und vor allen Dingen Elterninitiativen sind motiviert worden, neue Betreuungsgruppen für 1-3jährige Kinder zu schaffen. Eltern haben Vereine gegründet, Räume gefunden, Konzepte und Anträge geschrieben, unglaublich viel Eigenarbeit geleistet und damit der Stadt und sich selbst geholfen im Interesse einer guten Betreuung der Kleinsten.

"Wir können jetzt nicht von heute auf Morgen engagierte Eltern abwimmeln, die wir Gestern noch mit Kusshand begrüßt haben", so Wagemann, "das ist einfach nicht in Ordnung!"

Leider ist das Problem nicht, dass wir die Betreuungsplätze nicht bräuchten, sondern dass die nötige Finanzierung nicht gewährleistet ist.

"Spitzengespräche zwischen Verwaltung und Politik sind in der neuen Situation notwendig: Wir müssen uns mit der neu eingetretenen Situation befassen und gemeinsam einen Weg finden, wie wir die Eltern nicht im Regen stehen lassen", sagt Ingrid Wagemann kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion.

"Wie wollen wir Eltern vermitteln, dass sie keine Betreuungsplätze schaffen dürfen, obwohl sie bereit dazu wären und gleichzeitig für ihre Kinder keinen Platz finden???"

Hintergrund:

Artikel HAZ vom 11.01.10 "Kinderbetreuung bleibt Sorgenkind"

Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Ingrid Wagemann, Tel. 0173/6470151

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