Kindertagesstättenbedarfsplanung in Lehrte

05.07.2005 - Nur der Gesetzgebung folgen oder auch mal über den Tellerrand hinausschauen?!

Der Vorstoß der CDU-Lehrte auf Verkleinerung der Gruppen ist ja mal sehr wünschenswert. Auch Bündnis 90/DIE GRÜNEN sehen die dringende Notwendigkeit der Reduzierung der Gruppenstärke. Genauso wichtig ist aber auch die weitere Aufnahme der "unter 3-jährigen". Hier sollte auch baldmöglichst von dem Einstiegsalter 2 Jahre abgewichen werden. Die Veränderung der sozialen Strukturen erfordert die Bereitstellung der Plätze auch für jüngere Kinder.

Gleichzeitig sind aber auch Erfahrungsaustausch mit bestehenden Gruppen und umfassende Fortbildungsmaßnahmen erforderlich. Man sollte in dieser Stadt nicht immer nur die Themen aufgreifen, die der Gesetzgeber vorgibt. Es würde der Stadt Lehrte sehr gut zu Gesicht stehen gerade in der Kinderbetreuung Vorreiter zu sein und vielfältige Wege zu gehen.

Wir sehen aber auch die dringende Notwendigkeit einer weiteren "Integrationsgruppe" in der Kernstadt, die seit Jahren immer mal wieder im Gespräch ist. In Integrationsgruppen sind auch Kinder aus sozial schwachen Familien oder Kinder mit besonderen Verhaltensauffälligkeiten besser aufgehoben als in den "normalen" Gruppen. Kinder können in diesen Einrichtungen besser gefördert und betreut werden. Es wandern immer wieder Kinder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach Burgdorf ab, da in Lehrte keine Integrationsplätze zur Verfügung stehen oder bestehende Gruppen werden um ein fünftes Integrationskind aufgestockt. Sicherlich sind die unterschiedlichen Ansprüche für jedes Kind individuell, aber die seit 10 Jahren bestehenden Integrations-gruppen in Lehrte haben sich immer wieder sehr bewährt und schon so manchem Kind zu einem leichteren Lebensweg verholfen, nicht nur Kindern mit Integrationshindergrund.

Andrea Strzalla (Sprecherin)

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