Rot-Grüner Haushaltsantrag "Inanspruchnahme des Landesprogramms Familie mit Zukunft"
20.12.2007 - Änderungsantrag zur DS 1961/2007 - Verwaltungshaushalt Finanzstelle 4640 und 4641 - Tageseinrichtungen für Kinder Finanzposition neu - Inanspruchnahme des Landesprogramms "Familie mit Zukunft"
Antrag zu beschließen:
Die Verwaltung wird aufgefordert, im Rahmen des Landesprogramms "Familie mit Zukunft" folgende Mittel zu beantragen:
1. Mittel für die modellhafte Erprobung folgender Bausteine:
• Randzeitenbetreuung in Kindertagesstätten
• 2 Modellkitas mit 12-Stunden-Öffnungszeit
Ansatz: 150 000 €
2. Konzept (bis zum Sommer 2008 dem JHA vorzulegen) und Errichtung eines Familienservicebüros, dass den Ausbau des Beratungs- und Informations-systems als Service für Familien zum Ziel hat. Ein wesentlicher Schwerpunkt an dieser Stelle soll die Verbesserung des Internetauftrittes sein.
Ansatz: 50.000 €
3. Erarbeitung von Konzepten zur Förderung besonderer Zielgruppen (Kinder in sozialen Brennpunkten) durch aufsuchende Elternarbeit und Angebote der Elternbildung. Hierzu wird eine Personalstelle befristet auf 3 Jahre eingesetzt.
Ansatz: 25 000 €
4. Parallel zum Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren wird die Verwaltung eine Fortbildungs-Offensive starten, um ErzieherInnen und Tagespflegepersonen für die Anforderungen an Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern unter 3 Jahren zu qualifizieren.
Ansatz: 25.000 €.
Begründung:
Die Niedersächsische Landesregierung stellt zur Verbesserung des Kinderbetreuungsangebotes und der frühkindlichen Bildung bis zum Jahr 2010 zusätzliche Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro bereit.
Die Kommunen sollen mit diesem Programm bei der Umsetzung der Vorgaben des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) und dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK) unterstützt werden. Schwerpunkte des Programms sind die Förderung frühkindlicher Bildung und Betreuung außerhalb und/oder in Zusammenarbeit mit Kindertagesstätten für unter Dreijährige, die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung der Betreuungsstrukturen, insbesondere von Tagespflegepersonen, Grundschulen und Kindertagesstätten, Fort- und Weiterbildung des Personals in den Kindertagesstätten sowie Qualifizierung und Weiterbildung von Tagespflegepersonen.
Hannover muss im Wettbewerb der Städte an mehr Familienfreundlichkeit gewinnen. Die umfassenden Dienstleistungen, die die Stadt vorhält, sollen für Familien transparent sein und müssen leicht zugänglich gemacht werden. Hierzu ist es einerseits notwendig, eine Anlaufstelle zu installieren, an der alle Informationen gebündelt zur Verfügung stehen. Zugleich muss es für Familien möglich sein, durch ein übersichtliches, einfaches System den Zugang zu diesen Informationen auch über das Internet zu ermöglichen.
Bei den städtischen Planungen sollen in maximal möglicher Summe Fördermittel des Landes für Maßnahmen und Projekte in Hannover akquiriert werden. Die entsprechende notwendige städtische Gegenfinanzierung ist von der Verwaltung sicherzustellen.
Christine Kastning, Fraktionsvorsitzende
Ingrid Wagemann, stellv. Fraktionsvorsitzende











