Rot-Grüner Haushaltsantrag: Lärmprävention an Schulen
20.12.2007 - Zweckmittelbindung von 10.000 € zur Umsetzung von Lärmpräventionskonzepten
Zur DS 1961/2007 - Verwaltungshaushalt Finanzstellen 2100,2140,2170,2210,2250,2300,2810 Finanzpositionen 520200, 520500,591000
Antrag zu beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt 1. eine Zweckmittelbindung in den oben genannten Finanzstellen vorzunehmen in Höhe von 10.000€
2. Die Mittel sollen für die Umsetzung von Lärmpräventionskonzepten an Schulen, kleinere Anschaffungen für die schallakustische Raumgestaltung, Aktionen und Projekte an Schulen zur Lärmprävention eingesetzt werden.
3. gemeinsam mit den Schulen und unter Einbezug von Fachleuten Konzepte zur Lärmprävention in Schulen zu entwickeln.
4. Beispielhaft sollen zum "Tag des Lärms" - international noise awareness day - am 16. April 2008 mit interessierten Schulen und Kindertagesstätten Aktionen oder Schulprojekte initiiert werden, die sich mit Lärm, Lärmfolgen, Lärmwirkungen und pädagogischen und raumgestalterischen Maßnahmen zur Lärmreduzierung auseinandersetzen.
Begründung: Im Rahmen des zunehmenden Ganztagsbetriebes an Schulen spielt Lärm in Schulen eine größer werdende Rolle. Lärm beeinflusst die Konzentrations- und die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler und gefährdet die Gesundheit. Untersuchungen der Universität Bremen und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin konnten diese Zusammenhänge belegen. Eine Lärmreduzierung an Schulen ist dabei nicht nur über bauliche Maßnahmen zu erreichen. Lärmstörungen und Lärmfolgen sind auch durch pädagogische Maßnahmen und kleinere raumgestalterische Veränderungen zu beeinflussen. Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler können selbst tätig werden, um für das Thema zu sensibilisieren und mehr "Ruhekultur" in die Schulen zu bringen. Lärm kann dabei aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet werden: unter physikalischen, medizinischen, biologischen, politischen, gesellschaftlichen, historischen, ... Aspekten. Hierzu bietet es sich an, das Know - How von z.B. Akustikerinnen, HNO - Ärzten, Krankenkassen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA), der Sozialpädiatrie und Jugendmedizin der Region Hannover einzubeziehen.
Christine Kastning, Fraktionsvorsitzende
Lothar Schlieckau, Fraktionsvorsitzender











