Seelze - Anfrage Gewaltprävention

08.03.2007 - Die Grünen hatten angefragt, ob die Stadt hier Mittel beantragt hat.

Die Antwort bekommt die Fraktion über die Leinezeitung heute:

Keine rechtsradikale Szene Stadtverwaltung lobt Arbeit in Schulen, Jugendzentren und beim Mitternachtssport

Von uwe Kreuzer Seelze. In Seelze gibt es "keine nennenswerten Aktivitäten einer rechtsradikalen Szene". Das ist die Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Grünen-Ratsfraktion. An einem neuen Programm der Bundesregierung gegen rechten Radikalismus soll sich die Stadt nicht beteiligen. Dies sei wegen der "umfangreichen Präventionsarbeit" nicht notwendig. Die einzigen Anlässe, zu denen rechte Gruppierungen im Stadtgebiet aufgetaucht seien, waren nach Aussage der Verwaltung der NPD-Landesparteitag in einer Dedenser Gaststätte und eine Hochzeitsfeier in Gümmer. In Dedensen werde es keine Versammlungen der NPD mehr geben. Das hätten Gespräche mit dem Gastwirt ergeben. Für die Zukunft erwartet die Verwaltung keine Zunahme rechtsradikaler Tendenzen. In den Schulen und Jugendzentren gebe es viele Projekte zur Förderung des Selbstbewusstseins und zur Integration Jugendlicher in Gruppen. So werde niemand isoliert und müsse Freundschaften im Neonazi-Milieu suchen. Auch der Mitternachtssport mit bis zu 250 Jugendlichen aus verschiedenen Herkunftsländern trage dazu bei, dass bei Jugendlichen eine hohe Akzeptanz für andere Kulturen festzustellen sei. Das Bundesprogramm Maßnahmen zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie löst andere Förderungen ab. Bisher konnten sich Initiativen gegen den Rechtsextremismus selbst um Zuschüsse bewerben. Jetzt sollen sich Länder und Kommunen stärker einbringen. Seelze sollte sich laut Verwaltung erst um Fördermittel bewerben, wenn ein Aktionsplan gegen Rechtsextremismus nötig werden sollte.

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