Seelze - Bad

26.02.2007 - Leinezeitung 24.2.2007

Schwimmbadbetrieb wird ausgeschrieben Die Mehrheit im Rat stimmt für einen Kompromissvorschlag

Von Frank Walter Seelze. Die Bäderfrage ist beantwortet. Nach monatelanger Diskussion hat eine große Mehrheit aus CDU, SPD und FDP im Rat der Stadt am Donnerstagabend eine Formulierung beschlossen, mit der Planung, Bauüberwachung und Betrieb des Seelzer Bades europaweit ausgeschrieben werden sollen. Der Bürgerentscheid am 18. März ist damit abgewendet, die Stadt spart damit rund 25 000 Euro ein. Grüne und Bürgerforum stimmten gegen den Kompromiss, auf den sich Politik und die Bürgerinitiative Pro Wellnessbad (BI) am Montagabend verständigt hatten. Die Ausschreibung sieht die Sanierung des bestehenden Hallenbades vor. Zur Gegenfinanzierung soll ein "geeignetes Bäderprojekt" realisiert und betrieben werden. Die vorhandenen Planunterlagen für ein Freizeit- und Wellnessbad können, müssen aber nicht verwendet werden. Eine langfristige Zusammenarbeit zwischen der Stadt und einem privaten Partner soll vertraglich vereinbart werden. Dieser Partner muss fachlich und wirtschaftlich tragfähige Referenzobjekte für den Bau beziehungsweise die Ausschreibung eines Baus oder den Betrieb vorweisen. Zahlreiche weitere Punkte definieren die Ausschreibung genauer. Unter anderem darf das gesamte Auftragsvolumen 12,5 Millionen Euro nicht übersteigen. Der jährliche Betriebskostenzuschuss der Stadt darf maximal 450 000 Euro betragen. Die Ausschreibung wird etwa acht bis neun Monate dauern. Werner Huckschlag (CDU) und Wilfried Nickel (SPD) lobten den Kompromiss. Mitglieder der BI wollten gar Rosen an alle Ratsmitglieder verteilen - der Ratsvorsitzende stoppte sie aber unter Hinweis auf die Geschäftsordnung.

Knut Werner (Grüne) begründete seine Ablehnung wegen der Kosten und warf der BI vor, sich "letztlich vor dem Bürgerentscheid gedrückt" zu haben. Dafür erntete er Protestrufe der Badbefürworter.

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