Vorzeigeprojekt Radschnellwege: Grüne begrüßen Diskussionen

08.08.2012 -

Rad by thosch66

Die Region Hannover hat mit der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg eine moderne Radverkehrsstrategie erarbeitet. Im Projekt Radschnellwege sind für die Region Hannover drei Routen entworfen worden. „Diese Routen sind wichtig für den Alltagsverkehr der Zukunft“, sagt Meike Schümer, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen Regionsfraktion. „Ich begrüße es, dass in den betroffenen Kommunen rege diskutiert wird!“ Die ausgebauten Radschnellwege sollen sichere Strecken sein, in denen dank Vorfahrtsregelungen und gutem Ausbaustandard mittlere Entfernungen von 5 bis 20 Kilometern bequem zurückgelegt werden können. Die Routen sind besonders interessant für den Verkehr von und zur Arbeit. Durch Rohstoffknappheit steigen die Kosten für den PKW – umso attraktiver ist die Nutzung von Fahrrädern oder Pedelecs. „Radschnellrouten sind ein Beitrag für den Klimaschutz und das Radfahren ist auch noch gesund“, betont Schümer. Die Planung der Route von Hannover nach Garbsen ist mit Fördermitteln des Bundes weiter ausgearbeitet worden und führt jetzt entlang der Bundesstraße 6. Die GRÜNEN unterstützen diese Planung. Die vorherige Strecke sollte entlang der Leine führen. Auch die Studentinnen und Studenten des geplanten Uni-Campus in Garbsen befürworten den Bau des Radschnellweg aus und in die Hauptstadt. Die Vorplanung für die Strecke von Hannover nach Lehrte liegt bereit, um weiter bearbeitet zu werden. Bei der Strecke Hannover-Laatzen gibt es zurzeit Diskussionen um den rechten Weg. Die bisher vorgeschlagene Route zieht sich durch die Leinemasch. Die Strecke birgt aber Konflikte mit dem Naturschutz wie mit der Naherholung, bringt zudem verkehrliche Nachteile mit sich. „Radschnellrouten dienen eben nicht der Naherholung. Daher darf es bei einem zukunftsweisenden Radschnellwegekonzept nicht darum gehen, neue Trassen, einschließlich der Versiegelung von Landschaft, einfach ins Grüne zu planen, ohne eingehend Alternativen zu prüfen“, stellt der Andreas Litzke, Regionsabgeordneter aus Laatzen und naherholungspolitischer Sprecher der Fraktion, klar. Der ADFC Laatzen hat bereits eine Alternativroute vorgeschlagen, die durch die Stadt Laatzen und zu Teilen entlang der Hildesheimer Straße führt. Die Grünen befürworten diesen Vorschlag, der jedoch noch weiter auf Umsetzbarkeit geprüft werden muss. "Der Vorteil dabei ist, dass die wertvolle Leinemasch geschützt bleibt", erklärt Litzke. Schümer ergänzt: "Die Pendlerinnen und Pendler müssen ohne Umwege innerhalb der Städte auf den Radschnellweg kommen. Ziel von Radschnellrouten muss die Entschleunigung, die Reduzierung des Autoverkehrs in der Stadt sein, der Rückbau der allein autogerechten Stadt.“ Neben dem Projekt der Radschnellrouten soll der Ausbau des vorhandenen Radwegenetzes weitergehen. Die Kritik am neuen Vorzeigeprojekt aus finanziellen Gründen weist die Verkehrspolitikerin zurück. „Wir haben in den vergangen Jahren bereits die Mittel für den Radwegebau erhöh und werden die vorhandenen Wege nicht vernachlässigen!“, erläutert Schümer.

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