GRÜNE besuchen Flüchtlingswohnheim in Misburg

19.01.2012 - Markowis: „Die Unterbringung von Flüchtlingen ist eine Herausforderung für die Stadt!

Freya Markowis

Gestern (Mittwoch, 18.01.2012) besuchte die migrationspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion, Freya Markowis, zusammen mit einigen FraktionskollegInnen das neue Flüchtlingswohnheim in Misburg. „Wir sind uns als grüne Ratsfraktion bewusst, welche Herausforderung es für die Stadtverwaltung bedeutet, zusätzliche Flüchtlinge unterzubringen, die der Stadt von der Landesaufnahmebehörde zugewiesen werden. Daher wollten wir uns ein Bild von der Unterkunft machen, die die Verwaltung so kurzfristig anmieten musste“, erklärte Markowis nach dem Besuch. „Die Räumlichkeiten des Gästehauses sind zwar teilweise sanierungsbedürftig, grundsätzlich aber in Ordnung. Vor allem hat uns jedoch gefreut, dass die Betreuung der BewohnerInnen durch SozialarbeiterInnen inzwischen gewährleistet ist“, so Markowis.

Markowis: „Bedauerlich ist, dass es bis heute noch wenig Kontakte aus dem Flüchtlingswohnheim in den Stadtbezirk gibt. Wir würden uns daher wünschen, dass sich dies in der nächsten Zeit ändert und die AnwohnerInnen, Vereine und Institutionen Misburgs den BewohnerInnen des Flüchtlingsheims zeigen, dass sie in Hannover willkommen sind.“

„Grundsätzlich ist uns wichtig, dass die Unterbringung von Flüchtlingen im Gästehaus in Misburg nur eine Übergangslösung für zwei Jahre darstellt. Dauerhafte Lösungen für die Unterbringung der gestiegenen Zahl von Flüchtlingen befinden sich zurzeit in Planung. Wobei wir als Grüne anstreben, dass zukünftig möglichst viele dieser Menschen in Wohnungen statt in Heimen unterkommen“, stellte Markowis abschließend fest.

Hintergrund:

Nach Jahren rückläufiger Flüchtlingszahlen kommen seit Mitte 2010 wieder vermehrt Flüchtlinge nach Deutschland und nach Hannover. Da die vorhandenen Kapazitäten für die Unterbringung von AsylbewerberInnen und Flüchtlingen in Hannover derzeit nicht ausreichen, sah sich die Stadtverwaltung mit Zustimmung des Rates gezwungen, Ende 2011 kurzfristig ein Gästehaus in Misburg zur Unterbringung von bis zu 120 Flüchtlingen anzumieten. Insgesamt hatte die Stadt Hannover bis Ende 2011 492 Personen aufgrund von Zuweisungen des Landes aufzunehmen und unterzubringen, zu denen noch weitere Personen hinzu kommen, die sich direkt bei der Stadtverwaltung melden. Die Verwaltung geht daher in ihren Planungen gegenwärtig davon aus, Unterbringungskapazitäten für mindestens 450 Flüchtlinge vorhalten zu müssen.

Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Freya Markowis, Tel. 0511/310 69 058

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