Grüne erfreut über 1. Platz für Green IT und energieeffizientes Büro

27.10.2010 - Westphely: "Mit unserem Konzept energieeffizienter Rechenzentren, Server und PC´s sind wir auf dem richtigen Weg!"

"Ich freue mich sehr, dass Hannover beim Wettbewerb Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010 im Bereich ´Green IT und energieeffizientes Büro´ den 1. Platz belegt hat!", sagt Maaret Westphely, für die Grüne Ratsfraktion Mitglied im Organisations- und Personalausschuss. "Neben Green IT-Aktivitäten an einzelnen Schulen Hannovers sind laut Information der Deutschen Umwelthilfe hier auch die Energieeffizienzmaßnahmen bei der Stadtverwaltung eingeflossen. Damit wird das seit dem Jahr 2000 laufende Energiesparprojekt ´Tatort Büro - Energie sparen durch umweltbewusstes Verbraucherverhalten´ bestätigt, insbesondere aber auch der von uns im Jahr 2009 initiierte Antrag Green IT bzw. Energieeffizienz für Rechenzentrum, Serverräume und Einzelarbeitsplätze", so Westphely.

"Wir haben die Verwaltung gebeten, in der heutigen Sitzung des Organisations- und Personalausschusses das Abschneiden Hannovers bei diesem Wettbewerb im Bereich Green IT und energieeffizientes Büro zu erläutern."

"Ich denke, wir sind mit unseren Aktivitäten auf grüner Linie und leisten einen wichtigen Beitrag im Rahmen des Klimaschutzaktionsprogramms 2008-2020, in das Green IT als ein Baustein eingebettet ist!", so Westphely.

Hintergrund:

Beim Wettbewerb "Bundeshauptstadt im Klimaschutz 2010" hat die Stadt Hannover in der Gesamtwertung den 5. Platz unter 73 teilnehmenden Städten und Gemeinden belegt. Zu den 6 unterschiedlichen Themenbereichen gehörte u. a. der Bereich Green IT und energieeffizientes Büro. In diesem Teilbereich hat die Stadt Hannover den 1. Platz belegt, gefolgt von den Städten Mainz (2. Platz) und Leipzig (3. Platz).

Auf einen rot-grünen Antrag hin hatte die Verwaltung im April 2010 ein Konzept zur Energieeinsparung für Rechenzentrum, Serverräume und Einzelarbeitsplätze vorgelegt. Danach wird noch dieses Jahr die Erneuerung der Rechenzentrumstechnik ausgeschrieben, und zwar unter besonderer Berücksichtigung energiesparsamer Server- und Speichertechnik. Durch einen bedarfsangepassten, dynamischen Serverbetrieb, der sich an tatsächlichen Lasten orientiert, wird bereits Strom gespart, in dem Server bei wenig Last abgeschaltet werden. Durch Virtualisierung werden Server besser ausgelastet, was eine Reduzierung der Server um jährlich 10 % ermöglicht und entsprechend Strom spart. Bei den Arbeitsplätzen sind statt vollständig ausgestatteter PC´s energiesparende Thin Clients geplant. Sie ermöglichen die Reduzierung von Hard- und Software an den Einzelplatzrechnern, indem sie über zentrale Server laufen, was den Energieverbrauch halbiert. In den Büros geht der Trend weg von Arbeitsplatz-, hin zu Teamdruckern und Multifunktionsgeräten (drucken, kopieren, scannen), was die Zahl der nötigen Geräte sowie den Stromverbrauch senkt. Statt Nutzung von Bildschirmschonern sollen die Monitore bei Nichtaktivität durch eine zentrale technische Maßnahme automatisch abgeschaltet werden und Strom sparen. Gut ist, dass bei Ausschreibungen das Kriterium Energieverbrauch in die Wertung einfließt.

Eingeflossen in diesen 1. Platz für Hannover ist u. a. auch das Projekt "Energiesparcomputer an Schulen". Hierfür hat Hannover sogar einen Sonderpreise im Bereich Green IT erhalten. Die Grundschule Mengendamm, die IGS Linden und das Gymnasium Humboldtschule sind hier vorbildlich.

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