Hannover 1. Fairtrade-Stadt in Niedersachsen - Grüne sehr erfreut über Auszeichnung zur ´Fairtrade-Stadt´

03.05.2010 - Westphely: "Die Verwaltung übernimmt eine wichtige Vorbildfunktion!"

"Das ist super, dass wir heute Fairtrade-Stadt werden, und sogar die erste in Niedersachsen!", freut sich Maaret Westphely von der Grünen Ratsfraktion. "Damit können wir das Thema ´fairen Handel´ stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken und einen Beitrag leisten, die Lebens- und Arbeitsbedingungen benachteiligter ProduzentInnen in Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas etc. zu verbessern”.

"Schön ist natürlich auch, dass unsere Initiativen für Fairtrade bestätigt werden und spürbar Früchte tragen. Zum einen wurde die Verwaltung auf unsere Initiative hin im Mai 2009 über einen rot-grünen Antrag einstimmig beauftragt, Möglichkeiten zum Einsatz ´fair gehandelter Produkte´ in der Verwaltung, auf kommunalen Veranstaltungen, in Schulen, Kindergärten etc. zu prüfen. Dafür hat die Verwaltung im Februar 2010 ein gutes Umsetzungskonzept vorgelegt. Zum anderen hatte unsere Ratsfraktion im August 2009 in einem Brief gegenüber dem OB angeregt, dass Hannover sich um den Titel der Fairtrade-Stadt bewirbt, weil wir hier gut unterwegs sind, was mit der heutigen Auszeichnung bestätigt wird."

"Wir werden uns nun dafür einsetzen, den Titel Fairtrade-Stadt inhaltlich weiter auszufüllen und damit einen sozialen Beitrag im Rahmen unserer globalen Verantwortung leisten!", so Westphely.

Hintergrund:

Im Rahmen einer Feierstunde im Neuen Rathaus am 03. Mai wird die Auszeichnungsurkunde "Fairtrade-Stadt" von Transfair e. V. überreicht. Über diesen in Köln ansässigen Verein läuft seit Januar 2009 die bundesweite Kampagne Fairtrade-Towns, für die sich Städte und Gemeinden bewerben können. Saarbrücken ist die erste Fairtrade-Town Deutschlands, Dortmund ist als Großstadt zu nennen. Im Zuge der weltweiten Kampagne sind bereits London, Rom, Brüssel und Kopenhagen Fairtrade-Towns.

Seit den Fairen Wochen im September 2009 wird bei Sitzungen im Rathaus fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Zukünftig sollen für Schulen Sportbälle aus fairem Handel beschafft werden, bei Veranstaltungen wie dem Autofreien Sonntag erhalten diejenigen Gastronomen den Zuschlag, die faire Getränke anbieten. Und bei der Beschaffung von Dienstkleidung etwa für die Feuerwehr ist der internationale Sozialkodex u. a. gegen ausbeuterische Kinderarbeit zu beachten. Nötig ist Öffentlichkeitsarbeit für zertifizierte Grabsteine ohne ausbeuterische Kinderarbeit, denn ein Großteil der Grabsteine in Deutschland kommt aus Steinbrüchen in Indien, in denen Kinderarbeit alltäglich ist.

Wichtige Grundlage für die Fairtrade-Stadt Hannover ist auch der Grün initiierte rot-grüne Antrag ´Aktiv gegen Kinderarbeit´ von 2004, der einstimmig beschlossen worden war.

Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Maaret Westphely, Tel 0172/170 41 83

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