Seelze - Ehrenamt

14.04.2012 - Kleine Bühne zu retten?!

In der Zeitung und im lokalen Fernsehen wurde es bekannt, die "Kleine Bühne Seelze" ist ihre Heimat in Seelze kurzfristig los geworden.

Dazu haben die
Grünen
in Seelze folgende Anfrage gestellt:

Anfrage zur kleinen Bühne Seelze:

1. Warum musste die Kleine Bühne Seelze innerhalb von rund 2 Wochen Ihre Räumlichkeiten, die sie für Lagerungs- und Probenzwecke benutzte, räumen?

2. Warum ist nicht langfristig mit der Kleinen Bühne nach dem Beschluss des Rates über den Neubau des Kindergartens der St. Martin Kirche über eine Beendigung der Nutzungsmöglichkeiten gesprochen worden?

3. Wäre es nicht sinnvoll gewesen, der Kleinen Bühne Seelze schon vor über einem Jahr einen angemessenen Raum zur Verfügung zu stellen?

4. Welche Räumlichkeiten sind der Kleinen Bühne Seelze jetzt als Ersatzraum angeboten worden?

5. Welche Anstrengungen unternimmt die Stadt Seelze, das Kulturangebot der Stadt durch Bereitstellung entsprechender Proberäume zur Verfügung zustellen?

6. Unterstützt die Stadt die Kleine Bühne bei der Sache nach geeigneten Räumlichkeiten?

7. Ist der Stadt bewusst, dass die Kleine Bühne, die seit über 60 Jahren Kulturarbeit in der Stadt Seelze macht, vor dem Aus steht, wenn ihr keine lagerungs- und Probenräume zur Verfügung gestellt werden?


Begründung:

In der Presse war zu lesen, dass die Kleine Büro plötzlich und ohne Vorwarnung innerhalb weniger Wochen gezwungen wurde, ihre Räumlichkeiten, die Ihnen die Stadt Seelze seitmehreren Jahren in der Regenbogenschule nutzt, zu verlassen. Zeitgleich lag eine Information der Fraktionen vor, dass im Zusammenhang mit der dringend notwendigen Unterbringung der Kinder aus dem evangelischen Kindergarten in Seelze die von der Kleinen Bühne genutzten Räumlichkeiten auch für die Kinder genutzt werden müssen. Der Rat der Stadt Seelze hat schon vor längerer Zeit noch in der alten Ratsperiode dem Neubau des ev. Kindergartens zugestimmt. Die St. Martin Kirchengemeinde wollte zwischendurch sogar einmal die Kinder vorübergehend in der Kirche unterbringen.

Erst jetzt ist aber nach Auskunft der Kleinen Bühne Seelze plötzlich und ohne längerfristige Vorankündigung die kleine Bühne aufgefordert worden, die Ihr zur Verfügung gestellten Proben- und Lagerräume zu räumen, was innerhalb ein paar Wochen geschehen sollte. Gleichzeitig soll der Kleinen Bühne Seelze dafür ein Ausweichquartier in der Diele Dedensen zur Verfügung gestellt worden sein. Davon wei0ß die Kleine Bühne aber offensichtlich nichts. Sie hat jetzt eine Unterstellmöglichkeit gefunden, aber keine Probenmöglichkeit.

Der Stadt sollte bewusst sein, dass es sich um eine plötzliche und weitreichende Entscheidung der Stadt für die Kleine Bühne handelt, die auch zur Aufgabe der Laienschauspieltätigkeit führen kann. Damit wird das Ehrenamt, das durch das Nds. Gaststättengesetz und dem Umgang damit ohnehin vor einer Zerreißprobe steht, weiter angegriffen.

Wir fordern daher die Stadt auf, auch im Sinne der Stärkung des Kulturstandortes Seelze und zur Stärkung des Ehrenamtes, der Kleinen Bühne angemessenen Probenraum zur Verfügung zu stellen, um eine Institution vor dem Aussterben zu bewahren und das Ehrenamt zu stärken.

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